Beikost und Babynahrung – Teil 1

Kaum ein Thema wird in den Krabbelgruppen und Internet-Foren so sehr diskutiert wie das Thema Babynahrung und die Einführung von Beikost. Wir haben bisher versucht, da ganz gelassen ranzugehen. Es ist allerdings gar nicht so einfach, sachliche Informationen zur Säuglingsernährung zu finden. Es gibt natürlich viele Ratgeber-Bücher und viele Informationen im Internet, aber nicht alle sind auch hilfreich. Wir haben uns durch die unübersichtliche Vielzahl der verfügbaren Quellen zur Babyernährung gelesen, in Internet-Foren recherchiert und Hebammen und Stillberaterinnen um Rat gefragt und möchten Euch unsere Erkenntnisse in einer neuen Artikelserie vorstellen.

In diesem Teil 1 berichten wir über einige besonders nützliche und kostenlose Webseiten und Ratgeber über Babyernährung und Beikost:

Wer möglichst wenig lesen will, und alle Infos zum Thema Beikost und Babynahrung möglichst kompakt zusammengestellt haben möchte, ist auf der Seite der Kommunalen Gesundheitskonferenz Duisburg an der richtigen Adresse. Hier gibt es Empfehlungen zur Beikost-Einführung auf 5 Seiten als PDF zum download.

Cover Ratgeber Beikost Säuglingsernährung BabyernährungDas Ministerium für Ernährung Baden-Württemberg hat einen sehr umfangreichen Infodienst Kinderernährung online bereitgestellt, es gibt viele lesenswerte und nützliche Broschüren und Ratgeber für die Ernährung von Säuglingen zum download, z.B. ein Informationsblatt zur Säuglingsernährung, einen Tagesplan für den Übergang zur Familienkost, einen Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr, Gemüse in der Säuglingsernährung, Rezepte, aber auch Informationen zu speziellen Themen wie Schutz vor Allergien oder vegetarischer Ernährung für Kinder.

Gerade in einer neuen, überarbeiteten Version 2009 erschienen ist der Ratgeber “Von Anfang an mit Spass dabei – Essen und Trinken für kleine Kinder”, der kostenlos als PDF heruntergeladen werden kann. In weiteren Rubriken gibt es nützliche Infos zur Ernährung von Kleinkindern und Kindern ab 4. Jahren. Ingesamt ein sehr umfangreiches und empfehlenswertes Online-Angebot.

Auch das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund beschäftig sich intensiv mit dem Thema Beikost und stellt seine Erkenntnisse in gut lesbarer Form im Internet zur Verfügung. Es gibt unter anderem optimierte Lieblingsrezepte von Kindern, Ernährungspläne und Tipps zur Auswahl von Fertignahrung.

Cover: Ratgeber Ernährung Baby Beikost Säuglinge Aid Das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund hat gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eine entsprechende 36-seitige Broschüre “Empfehlungen für die Ernährung von Säuglingen” des aid herausgegeben, die gut lesbar und übersichtlich alle wichtigen Informationen schön in einem Heftchen zusammenfasst. Das Heft kostet 2,- Euro (zzgl. Versandkosten 3,- Euro), die auf jeden Fall gut angelegt sind.

Im nächsten Teil unserer neuen Reihe über Beikost und Babynahrung werden wir darüber berichten, wie unabhängige Beikost-Produktdatenbanken helfen, Licht ins Dunkel der Produktinformationen zu Babynahrung zu bringen.

Antworten auf

  1. Lucia 3. Juni 2011 an 07:54 #

    Einen kostenlosen Beikostplan gibt es auf babytipps24.de

  2. meritak 10. November 2010 an 13:08 #

    Mit folgendem Artikel kann mann super in die Beikost starten. Ich berichte euch hier darüber, weil ich einfach super beeindruckt bin

    ALETE NaturNes Apfel & Quitte (nach dem 4. Monat)

    ***Zutaten***
    Ich finde es prima, dass die Zutatenliste bei diesen Produkten so übersichtlich ist:

    80% Apfel
    14% Quitte
    Vitamin C
    Das ist doch fast wie selbst gemacht! Klar Selbstgemachtes ist günstiger, aber wenn man mal keine Zeit hat oder unterwegs ist hat man vielleicht grade keine Möglichkeit etwas frisch zu machen.

    Pure Frucht + Vitamin C
    Ohne Zuckerzusatz (Früchte enthalten von Natur aus Zucker)
    Ohne Bindemittel
    Allergiebewusst
    Glutenfrei (Anmerkung von mir: den Großteil der Bevölkerung dürfte dies egal sein und unsere Hebamme sagte uns das wir Gluten nicht meiden sollen, da nur sehr wenige Menschen dies nicht vertragen und ein Vermeiden fürs Kind erst nötig ist wenn es die Krankheit wirklich hat)
    Stuhlauflockernd

    ***Meine Meinung und Erfahrung***

    Der Becher ist servier fertig, wenn Baby Hunger hat und wir draußen sind, brauche ich ihm nur schnell das Lätzchen um machen, einen Löffel rausholen, dann schnell den Blauen Deckel ab, Folie runter und los geht’s.
    Dieser Brei wirklich lecker frisch und fruchtig schmeckt, hauptsächlich nach Apfel mit einem leckerem Beigeschmack Quitte.
    Der Brei schmeckt allerdings nicht nur lecker er riecht auch frisch und fruchtig, er ist fein püriert und so auch wirklich schon früh für Babys geeignet.
    Meine Tochter hat den Brei gut vertragen, alles war so wie es sein sollte, kein Ausschlag, kein Durchfall, Erbrechen, keine Wundung am Pobereich oder sonst irgendwelche Ungewöhnlichen Vorkommnisse nach dem Verzehr!

    Im Großen und Ganzen einfach super zufrieden, meiner kleinen schmeckt es und das ist es, was zählt!!!

  3. Petra 31. Juli 2010 an 10:43 #

    Vielen Dank für diesen tollen Überblick!

  4. Katrin 1. August 2009 an 23:29 #

    Hallöchen, ich habe auch ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht und mich gerade beim ersten Kind an dieses unsägliche zuerst Karotte gehalten. Beim zweiten Kind war Pastinake der Hit (sie hasste es) und aß am liebsten selbst gekochtes und die dritte Madam hat dann mit Kartoffeln angefangen ;O). Aber ich würde mir keine Gedanken machen, dass Kinder, die mit Gläschen anfangen, auch nur noch Gläschen wollen. Meine ganz Lütte mag das überhaupt nicht und so manchen Versuch (mit Glas) hätten wir uns schenken können.

    Trotzdem immer dran denken-Honig und Nüsse haben auf einem Baby-Speiseplan nichts zu suchen. Und mit drei Monaten muss ein Baby noch keinen Brei bekommen. Da gibt es klare Vorgaben (auch von der WHO).

    LG Kaddi

  5. Blogolade 1. August 2009 an 20:12 #

    Nachdem ich ja nun schon ein Kleinkind habe, was ich ganz nach den Ratgebern (mit 5 Monaten Karottenbrei, dann Karotte-Kartoffel etc.) an die Beikost gebracht habe, werde ich das NICHT wieder so machen.
    Das nächste Kind kann essen was wir essen und wann es dafür deutliches Interesse zeigt. Ich will nicht wieder mit Gläschen anfangen (das war Bequem beim ersten Kind) denn unser Kleinkind mag auch mit fast 2 fast noch nichts essen, was nicht aus dem Glas kommt und/oder nach Nudeln mit roter Soße aussieht.

    Ab jetzt nach Gefühl, das ist besser als jeder Ratgeber :)

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