Warum Schreien lassen den Babyschlaf vergiftet – Erfahrungen mit dem Familienbett

Das Einschlafen war für mein Baby am Anfang ein großes, kleines Problem gewesen. Mit seiner kleinen Lunge konnte es vor allem eins: Protestieren und es protestierte ausgiebiger als eine Horde Feministen vor einer Hauswirtschaftsschule. Vor allem nachdem ich alles probiert hatte (frisch gewickelt, gestillt und gebadet), fühlte sich bei dem Babygeschrei mein Herz wie ein überdrehtes Karussell an. Mein Baby, und das hatte ich zuvor nirgendwo gelesen, wollte rund um die Uhr Betreuung und sein liebster Schlafplatz war Muttis Arm.

Schlafendes Eskimokind :)

Schlafendes Eskimokind :)

Einige Leser von Chris Blog “Sparbaby” mögen mich schon kennen: Ich bin Maja von www.pusteblumenbaby.de und ich darf euch heute etwas von meinen Erfahrungen mit meinem störrischen Bettpiraten erzählen. Dass Babys getragen werden wollen, dies hatte ich ja schon mal in einem anderen Artikel bei Chris beschrieben. Dort schlug ich vor, Kinder vor allem zu tragen, wenn sie viel schreien. Doch nicht immer haben die nächtlichen Stunden mit meinem, beruhigten Kind im Tragetuch geholfen. Oftmals habe ich gehofft, dass das Sandmännchen bald kommt und mich am besten gleich mitnimmt. Ich bekam nicht genug Schlaf und hierzu möchte ich euch heute eine Lösung vorschlagen.

Ich weiß, Mamas hätten gerne einen ganzen Sack von diesem Sandmanntraumsand. Es soll ja gar kriminelle Mütter geben, die aus Verzweiflung ihrem Kind tatsächlich Schlaftabletten geben. Zumindest habe ich diese Anfragen in Foren immer wieder gelesen. Wenn du nun als Mama so ein Baby hast, das unentwegt schreit, dann kommt dir sicher irgendwann auch der Gedanke “Lass es doch schreien.” Auch ich hatte Phasen, wo ich dachte, ich könnte nicht mehr. Dies war vor allem in Phasen, wo mein Kind sich zu wahren Opernarien aufschwang.

“Schreien-Lassen” aber war für mich nie eine Option, denn Babys, die alleine einschlafen müssen, hören zwar irgendwann auf zu weinen und dies ist sicher eine Entlastung für die entnervten Eltern, tatsächlich aber schaden sie ihrem Kleinen, denn das Baby lernt vor allem Verzweiflung und Resignation. Es spürt, dass auf die Bezugspersonen, nach denen es in seiner hilflosesten Phase ruft, kein Verlass ist. Doch es ist noch schlimmer.

Warum Babys sich nicht in den Schlaf weinen sollten?

Früher war Schreien noch irgendwie legitim und zur Kräftigung der Lunge nach dem damaligen Aberglauben für Babys wichtig. Klar eine Theorie, die sofort Eltern in den Kram passt, setzt sich immer schnell durch. Aber Babys Lungen entfalten sich auch ohne stundenlanges Schreien ganz wunderbar, denn die Lunge selbst ist ja kein Muskel und das Zwerchfell und der Brustkorb werden nicht erst durch Schreien bewegt. Stattdessen erhöht sich der Herzschlag von Babys dramatisch, wenn sie viel Schreien. Der Sauerstoffgehalt verringert sich im Blut und beim Gehirn kommt letztlich davon auch weniger an.

Nun gut ich bin mit der Theorie der kräftigen Lungen ohnehin nie in Kontakt gekommen, denn mein Winzling hatte einen Motor wie ein Kreuzfahrtschiff. Ich bin mir sicher, sie hätte Columbus zwei Tage schneller nach Amerika gepustet. Dennoch wusste ich Schreien-Lassen tut meinem Baby keinen Gefallen. Ich wollte mein Baby darüber hinaus nicht sogleich mit der Methode des kontrollierten Schreien-Lassens manipulieren. Das kleine Herzchen konnte ja noch nicht mal selbstständig essen, wieso sollte es schon lernen, seine Emotionen unter Kontrolle zu bringen, es wollte doch eigentlich nur bei mir sein und verstand von der Welt recht wenig.

Babys weinen, weil sie Angst haben. Euer Baby fürchtet sich und das stresst euer Baby gewaltig. Dies ist sogar nachweisbar, denn mit der Länge des Schreien-Lassens steigt die Konzentration vom Streßhormon Kortisol im Blut. Lassen wir unser Baby also weiter schreien, steigt diese Kortisol-Konzentration auch und kann sogar toxische Wirkung im Gehirn haben. Durch die hohe Konzentration kann es so Strukturen im Gehirn eures Babys zerstören. Wenn ihr euer Baby also schreien lasst, egal ob nun beim Einschlafen, beim nächtlichen Aufwachen, morgens oder auch tagsüber, tut ihr eurem Baby niemals wirklich Gutes. Es ist psychisch bedenklich und wenn wir es genau nehmen ist sogar physisches Gift.

Wie Babyschlaf und eigene Erholung vereinen?

Entspanntes einschlafen schont auch Mamas Nerven ;)

Entspanntes einschlafen schont auch Mamas Nerven ;)

Vorweg, ich weiß es gibt auch problemlose Alleinschläfer-Babys, die ihren Eltern den Feierabend gönnen und sich seelenruhig, selbst wenn die Wand raus gerissen wird, in das Land der Träume schlummern. Aber was tun mit den Exemplaren an Babys, die da anderer Meinung sind und partout nicht schlafen wollen? Wenn die Eltern nach einem Tag voller “Gugus” und “Gagas”, dem vollen Babyentertainment, am Abend nur erschöpft auf das Sofa fallen wollen, dann kommt ihnen meistens Babys Schlaflosigkeit in die Quere. Gerade dieser Babyschlaf ist am Anfang nicht planbar und gerade für perfekt durchgeplante Eltern beginnt hier der Stress. Die Frage also ist: Wie können Eltern und Baby gleichzeitig entspannen?

Wie funktioniert das Familienbett?

Meine Lösung war das Familienbett. Es hat mir geholfen, die Bedürfnisse meines Babys besser zu erfüllen und trotzdem noch erholt und ausgeruht den Alltag zu bestreiten. Im Grunde genommen ist es simpel: Du legst dein Baby neben dich und ihr schlaft gemeinsam ein. Das ist deinem Baby vertraut, denn es ist evolutionär danach ausgerichtet, ständige Nähe zu seiner Bezugsperson zu haben. Es muss sich so nicht vor Säbelzahntigern im Schlafzimmer fürchten und auch die schnell verdaute Milch kann schnell nachgefüttert werden. So kann dein Baby von einigen drängenden Bedürfnissen befreit, friedlicher schlafen.

Soweit die Theorie. Ich hatte mich in der Schwangerschaft für das Familienbett entschieden und als mein Baby dann da war, übernachteten wir die ersten Nächte in einem Bett. Allerdings war ich nicht sonderlich entspannt dabei, ich hatte Angst meinem Baby ein Haar zu krümmen; ich hatte Angst nachts zu einer großen Mamawalze zu mutieren und am morgen mein geplättetes Baby aus dem Bett zu kratzen. Ich lag also zumeist steif wie ein gefrorener Fisch im Bett. Bald aber spielte sich alles ein und mein Baby bediente sich an der Milchbar als gäbe es Freibier und schlief durch die Milch und die Nähe immer schnell ein. Obwohl ich zumeist noch etwas am Blog machen wollte, schlief ich dann meistens gleich mit ein, da ich es ebenfalls als sehr beruhigend empfand. Ich passte also den Schlafrhythmus meines Babys nicht mir an, sondern ich passte mich meinem Baby an. Mein Baby musste sich nicht in den Schalf weinen und ich war nicht genervt vom ewigen am Bett stehen und auf das Sandmännchen-Warten. Wir hatten natürlich auch Nächte, in denen lief es trotz Nähe nicht sehr gut. Mal hatte sie Bauschmerzen und mal ein undefinierbares Nichts weswegen sie weinte. Dennoch aus Angst musste mein Baby sich niemals in den Schlaf weinen und genau das sollten wir anstreben.

Welche Schlaferfahrungen habt ihr mit euren Babys gemacht? Hattet ihr auch ein Familienbett?

Liebe Grüße

Eure Maja

  • http://www.vaginalkonen-beckenbodentrainer.de/dontfollow Löwenzahn

    @Dani: Danke schön, für diese konkrete Anleitung zur Umgewöhnung! Meine ist jetzt 6 Monate und sie mag einfach nicht alleine schlafen! Weder tags über noch nachts! Mich persönlich würde es nicht stören, aber mein Mann hat ein physisch sehr anstrengende Arbeit und sehr lange Arbeitszeiten und zudem einen leichten Schlaf, sodass er jedesmal wach wird, wenn wir es sind! Werde sie jetzt einfach tagsüber in ihr Zimmer legen und bei ihr bleiben bis sie einschläft! Danke!

  • Moni

    Auch bei uns gibts nicht das “Nur-Familienbett”. Wir haben viel ausprobiert und manchmal mußte ich mich auch gegen die Meinung meines Freundes durchsetzen, wenn ich unsere Kleine nicht weinen lassen wollte (geschrien hat sie nur bei der Geburt und beim Arzt beim Impfen…). Das kann ich höchstens 1-2 Minuten.
    Bis 5 Monate hat sie neben unserem Bett in der Wiege geschlafen. Immer in den Schlaf gestillt und nachts entweder in unserem Bett oder nebenan auf der Couch. Dann wurde sie zu groß, bzw. die Wiege zu klein, also kam der Umzug ins eigene Zimmer. Da sie in den Schlaf gestillt wurde, kein Problem. Nachts bin ich dann eben immer rübergegangen. Wurde ja seltener — bis wir mit der Beikost begannen. Da wurde sie wieder viel öfter wach nachts. Das wurde dann doch anstrengend. Also probierten wir dann wirklich das Familienbett. So war das Stillen natürlich supergemütlich und das blieb so noch bis sie 10 Monate war. Der eigene Schlaf war allerdings nicht immer entspannend, da ich mich nie traute, mich auf die andere Seite zu drehen.
    Deshalb haben wir sie dann doch wieder in ihrem Zimmer einschlafen lassen. Erst noch in den Schlaf gestillt, dann mit 18 Monaten auf Mamas Arm in den Schlaf gewogen und mit 23 Monaten wollte sie selbst im “Bett einschlafen”. Erst saß ich noch daneben mit meiner Hand auf ihrem Po. Dann ohne Hand, dann einen Meter entfernt auf dem Stuhl und gestern (sie ist vor einer Woche 2 geworden) hat sie mich rausgeschickt… :-) “Mama, einmal rausgehen” Ich meinte dann zu ihr, sie kann mich gern wieder rufen, aber nicht gleich. Vor der angelegten Tür hab ich noch verwundert 2 Minuten gewartet, dann weitere 2 Minuten und dann hab ich die Tür zugezogen.
    TADAA! Es geht auch ohne weinen lassen und ohne Zwang. Ich denke, es kommt bei jedem Kind irgendwann auch so. Bei dem einen früher, bei dem anderen später. Aber jeder soll auch machen wie er meint. Für andere Kinder und Eltern ist vielleicht der härtere Weg der richtige. Ich wollte es so sanft es geht. Wollte und will immer der sichere Hafen bleiben.
    Und wenn sie dann nachts aufwacht und sich nicht mit geflüsterten “Alles Gut…”s oder kurz mal auf den Arm nehmen wieder beruhigen lässt, was solls, dann kommt sie eben zu uns ins Bett. Ist ja auch schön. Dann aber nicht erst ne halbe Stunde oder mehr rumtüddeln, denn dann wühlt sie zwischen uns mind. noch 1h bis sie eingeschlafen ist.
    Aber einfach im Bett in den Schlaf weinen lassen hat keinen Sinn. Haben wir ein einziges Mal probiert mit dem Effekt, das sie die Tage danach total klammerig war und schon ängstlich gefiept hat, wenn Mama beim Spielen mal aus dem Zimmer ging um etwas zu holen.

  • Dani

    Hallo,

    ich habe eine Tochter, die bald 17 Monate wird.

    Sie hat die ersten Monate im Beistellbettchen im Schlafzimmer geschlafen. Aber nur nachts. Tagsüber die ersten Tage im Kinderwagenaufsatz auf dem Sofa oder im Reisebettchen, dass im Wohnzimmer stand.

    Ins Beistellbettchen ist sie immer erst dann gekommen, wenn wir auch schlafen gegangen sind.

    Dann hab ich sie tagsüber in ihr Zimmer in ihr eigenes Bett zum schlafen gelegt, die ersten Tage war ich währenddessen immer in ihrem Zimmer oder in ihrer Nähe.

    Als nächstes haben wir ihr angewöhnt, alleine nachts schlafen zu gehen, aber im Beistellbettchen. Da war sie ca. 3 Monate alt. Die ersten Tage blieb ich dann halt immer bei ihr, bis sie eingeschlafen war.

    Da sie ihr eigenes Bett schon von tagsüber kannte, haben wir sie mit knapp 6 Monaten nachts in ihrem Bett schlafen lassen.

    Es hat alles super geklappt und ich hoffe, dass es mit dem zweiten Kind genauso ist. Unsere Tochter geht sehr gerne schlafen, meistens kichert sie schon wenn ich ihr nur den Schlafanzug abends anziehe, weil sie weiß, dass sie im Bett noch mal etwas gekitzelt wird. Dann mach ich ihr die Spieluhr mit Licht an, die nach 10 Minuten ausgeht, und dann zeigt sie auch mich und sagt “Ey” und lacht dabei. Habe ich dummerweise mal ein paar Tage mit ihr gemacht, weil sie das so lustig fand. Und ist jetzt unser Ritual geworden.

  • Julia

    Mein kleiner war schon immer sehr sensibel und heute muss ich sagen: er wusste schon so früh was er wollte!
    Am anfang hatte ich auch das familienbett geplant, jedoch musste ich feststellen das es ihm garnicht behagte.
    er schlief total unruhig.

    danach hatte ich sein kinderbettchen in unser schlafzimmer gestellt
    damit er trotzdem immer noch in schneller reichweite war. er schlief immernoch teils unruhig.
    nach 3 monaten allerdings musste ich erneut festellen das es nicht das war was er wollte. sein schlaf wurde immer unruhiger.
    das hat einige nerven gekostet.
    aber da wurde mir klar: ich sollte das tun was ihm am meisten behagt und nicht das was ich für das beste hielt.

    also habe ich probeweise sein bett samt kind ins kinderzimmer geschoben… und siehe da: es war genau das was er wollte.
    denn seitdem schlief er durch.

    es gab jedoch immer diese momente wo er krank war oder alpträume hatte.
    dann wird im elternbett bekuschelt und getröstet.
    sobald er sich beruhigt hatte wollte er jedoch immer wieder zurück in SEIN bett :)

    vielleicht war es glück das ich direkt beim ersten kind nie probleme hatte. aber mein kleiner (bald 2) hatte von anfang an seinen eigenen kopf und ich kann nicht wirklich von intuition sprechen aber ich habe eben rumprobiert bis ich für ihn herausgefunden hatte was er am liebsten mochte und noch heute mag.

  • Annette

    Eine sehr persönliche Entscheidung ist das, man sollte glaube ich vermeiden, das eine als gut oder schlecht zu etikettieren. Das ist wie mit dem Thema Kita, es gibt viele Meinungen und jede Mutter ist felsenfest davon überzeugt, das richtige zu tun – was meistens stimmt, aber ebenso davon überzeugt, dass andere Herangehensweisen zu dem Thema dem Kind schaden, was meistens allerdings nicht stimmt.

    Unser Sohn hat von seiner ersten Nacht auf Erden durchgeschlafen, wir mussten ihn eher wecken, damit ich ihn nachts stillen konnte. Als dies nicht mehr notwendig war, schlief er immernoch durch, bis zum Zeitpunkt, als die ersten Zähnchen kamen, da wachte er 1-2 Mal die Nacht auf. Als er dann ein Jahr alt war, haben wir festgestellt, dass es zur Gewohnheit geworden wurde. Als Eltern kann man das ja sehr gut unterscheiden von einem reellen Bedürfnis (oft schon an der Mimik).
    Und wir haben es getan, wir haben uns an DAS Buch gehalten, die Minuten auf 1,3 und 5 verkürzt und nach 2 Nächten schlief unser Sohn durch, bis zum heutigen Tage. Beim Mittagsschlaf hat es sich dann ebenfalls in der Zeit eingependelt. Wir lesen zu beiden Bettzeiten zusamenn ein, zwei oder auch drei Bücher, dann legen wir ihn wach ins Bett, winken uns zu und gehen aus dem Zimmer. Oft singt oder erzählt er sich noch Sachen und schläft dann ein. Er ist aber auch ein einfach zu handhaben, vielleicht wird es mit unserem zweiten Kind schon wieder ganz anders, aber wir würden es wieder so machen.

  • Steffen

    Hallo,

    der Artikel ist durchaus interessant – dennoch finde ich das Thema sehr einseitig beleuchtet. Als Vater von drei Kindern weiß ich, was es bedeuten kann, wenn man es jedem Kind recht machen möchte. Wenn ich bei jedem Pieps der Kinder springe oder gar mit der Idee “Familienbett” komme, kann ich den kleinen Rest von Privatleben, der mir bleibt, komplett streichen.
    Für mich ist das Familienbett eine Option beim ersten Kind, natürlich können die Kinder wenn sie nachts nicht gut schlafen ins Elternbett kommen aber das soll die Ausnahme und nicht die Regel sein. Mir ist wichtig, dass die Kinder in ihrem eigenen Zimmer und Bett sind. Und wenn es nicht anders geht, schreit unser Kleinster (1 1/2 Jahre) auch mal 10 Minuten. Danach kommt jemand zu ihm und beruhigt ihn. Das Buch “Jedes Kind kann schlafen” ist dabei sehr konsequent und manchmal fast schon zu hart aus meiner Sicht – dennoch hat mir und uns dieses Vorgehen geholfen.

    Also: Stress haben nicht nur die Kinder. Und bevor die Latte für die Eltern zu hoch gelegt wird, sollten diese auch mal an sich und ihre eigene Gesundheit denken. Denn dann haben die Kinder auch länger was von ihren Eltern.

  • fisir

    http://www.ferbern.de/fileadmin/documents/pdf/broschuere_babyschlaf.pdf

    Komisch, dass der moderne Mensch nicht mehr auf sein Gefühl vertraut, sondern sich an vermeidlich “guter Lektüre” Ratschläge holt. Wenn es Eltern und Kind gut dabei geht, dann kann geschlafen werden wie und wo man will. Es ist nur schade, dass man sich immer irgend eine Kritik anhören muss, egal für was man sich entscheidet. Und “Schlafen” ist da nicht das einzige Thema. Danke für die tollen Artikel.

    • Anita

      Ich habe nicht einen Kommentar gelesen, der sich direkt gegen das Familienbett ausspricht. Es gibt allerdings einige, bei denen das Familienbett auch nicht die erhoffte Wirkung bringt.

      Wenn man wieder aus dem Bett aufstehen kann, wenn das Kind schläft, dann ist das Familienbett sicherlich eine ganz tolle Sache. Es gibt aber auch Kinder, die sofort wieder aufwachen und weinen, wenn die Eltern nicht mehr im Bett sind. Das bedeutet, dass man mit dem Kind schlafen gehen muss und dann hat man nicht mal eine Stunde für sich oder zum gemeinsamen Verbringen mit seinem Partner. Das ist auf die Dauer sehr belastend für die gesamte Familie und ein bisschen verständnis sollte man für die Eltern aufbringen.

      Ich finde es wirklich furchtbar, wie einige Eltern ihre Philosophien der Kindererziehung dogmatisch verbreiten und andere dadurch als Rabeneltern dastellen, obwohl diese ihre Kinder auch sehr lieben und sich tagtäglich liebevoll um sie kümmern.
      Ich bin für das Familienbett und mein Sohn schläft auch immer bei uns im Bett, aber ich kann es auch verstehen, wenn man das nicht auf Dauer möchte (zumal, wenn das Kind gar nicht alleine im Bett schläft) und auch das sollte man respektieren! Die Autorin des Beitrags und viele Kommentatorinnen tun eben dies nicht.

  • A.F.

    Wenn ich diese ganzen Kommentare lese, dann wundert es mich nicht das es immer mehr Menschen gibt die kein gesundes Selbstwertgefühl haben!
    Unsere Kinder sind doch das wertvollste was es gibt! Ich möchte damit nicht sagen das irgendwer von euch in böser Absicht diese Wege wählt, aber warum setzt man Kinder in die Welt um sie dann so früh wie möglich von sich wegzuschieben und selbständig machen möchte!
    Sie brauchen doch eine solide Basis und ein festes Fundament um das Leben auszuprobieren, wenn sie aber so zeitig wie möglich alles alleine schaffen/machen sollen dann haben sie doch überhaupt keine Möglichkeit sich zu entfalten.
    Es sind ein paar Jahre in denen wir als Eltern zurück stecken. Und ich möchte doch mal behaupten das man das gerne tut. Das es einfach ist oder wird war doch wohl jedem klar.
    Wer einen Partner hat mit dem man sich es teilen kann wunderbar, wer nicht der brauch dringend ein dickes Fell (und ich verstehe schon das man als Alleinerziehende/r nicht immer so kann als wenn man sich die Betreuung teilen kann)

    Meine älteste Tochter wird in einem Monat 3 Jahre alt und sie schläft seit Geburt bei uns und wir haben unser Bett immer so umgebaut damit es passte (auch sie war ein Baby mit starken Bedürfnissen)
    Jeden Abend wird sie von einem von uns in den Schlaf begleitet, seit dem sie auf der Welt ist, jeden Abend liegt sie in unseren Armen und schläft dort sicher ein! Und wir können dann das Zimmer verlassen! Seit September 2011 hat sich das Familienbett von uns vergrößert und unsere zweite Tochter ist bei uns eingezogen.
    Sie ist wesentlich entspannter und auch wesentlich genügsamer. Hat es auch geschafft ein paar mal alleine einzuschlafen OHNE zu weinen. Aber eben nicht immer und ich würde nicht auf die Idee kommen sie nur eine SEKUNDE weinen zu lassen! Ich bin froh das mein Mann und ich uns in dieser Sache einig sind. Unsere Kinder bekommen ihr eigenes Bett wenn sie es selbst wünschen (Angbot mit eingeschlossen, damit sie wissen das es eine Alternative gäbe)

    Und wenn mein Partner und ich keine Zeit mehr miteinander hätten und damit meine ich auch die intimen Momente, dann wäre unsere zweite Tochter sicher nicht entstanden.
    Wär meint das diese Bedürfnisse nur im Schlafzimmer gestillt werden können mit dem habe ich wiederum wirklich ein bisschen Mitleid ;)

    Lieben Gruß

  • Kessi

    Meiner Meinung nach kann das Familienbett eine gute Lösung sein.
    Für uns kam das aber nie in Frage. Aber nicht, weil wir Eltern uns dagegen ausgesprochen haben. Unsere Tochter (gerade ein Jahr alt geworden) hat von Anfang an am besten geschlafen, wenn sie ein Bett für sich hatte. Und so schlief sie auch mit 6 Wochen plötzlich durch.

    Mittlerweile geht es aber soweit, dass sie nicht einmal mehr mit uns in einem Zimmer schlafen kann, was gerade auf Reisen mitunter schwierig ist.

    So hat eben alles im Leben eine gute und eine schlechte Seite…

  • Anita

    Ich sehe das ähnlich wie Isabella. Nicht alle Eltern können 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag nur für ihre Kinder leben und dabei auch noch glücklich sein. Ich denke, man musss auch darauf achten, dass man noch an sich selbst und die Partnerschaft denkt. Das ist auch für das Kind wichtig, denn dieses will glückliche Eltern. Es tut sicherlich allen Eltern weh, ihr Kind schreien oder weinen zu hören. Ich kann es aber nachvollziehen, wenn man nicht um 19 oder 20 Uhr mit seinem Kind zusammen ins Bett gehen möchte. Man ist nämlich nicht nur Mutter/Vater. Mein Sohn hat übrigens auch geweint, wenn ich mich mit ihm zusammen ins Bett gelegt habe. Es ist furchtbar schwer, mehrmals täglich ein schreiendes Kind in den Schlaf zu begleiten. Ich denke deswegen – auch wenn ich prinzipiell eine Beführworterin des Familienbetts bin – dass der Artikel zu einseitig ist. Es gibt sehr unterschiedliche Kinder, Familiensituationen und auch Mutter-/Vätertypen. Nicht jeder, der sein Kind mal ein paar Minuten schreien lässt, vernachlässigt es.

  • Isabella

    Hallo zusammen,

    also wir hatten auch diese situation und wir haben alles probiert und hatten auch eine schreiärztin da
    laut expertin können babies sich bis sie + – 6 monate alt sind nicht durchs schreien beruhigen ok aber es hat sich doch auch sehr schnell gezeigt das unser kind es durch aus verstehen kann und auch kombiniert wenn ich schreie kommt wer da setzt auch eine synapsenverknüpfung voraus also das versteht es warum nicht auch das nur schreien weil mir langweillig ist bringt dann auch nicht immer was
    wir haben unser kind immer wieder 1-2 mins schreien lassen und wenn es tobt auch wenn wir daneben sitzen/stehen dann lassen wir es auch und reden beruhigend auf ihn ein das hat meines erachtens mehr sinn
    familienbett schön und gut aber irgendwann wollen doch die eltern auch mal wieder was für sich haben oder’? wir hatten ein beistellbett und jetzt hat er sein eigenes bett
    und ich würde es überhaupt nicht einsehen immer dann nur zu schlafen wenn mein kind schläft ich habe auch noch mein eigenes leben und meine persönlichkeit und auch meine zweisamkeit mit meinem mann
    man lebt doch in der familie zusammen und nicht nur noch dann für eine einzige person das ist doch dann keine familie mehr sorry

    • Sabine

      Satzzeichen erleichtern das Lesen!

  • Antje

    Seit dem unsere Tochter Brei zu essen bekommt, war es ende mit durchlafen im eigenem bett…zumindestens in ihrem bett schalfen bis ca 5 uhr früh. dann lag sie auch bei uns.
    nach und nach wurde es immer zeitiger….im mom ist es so das sie ca 22 uhr wach wird und nichtmehr einschläft…nur noch bei mama und papa im bett..
    an sich finde ich das ganz schön. aber das kind wird größer..
    ich habe nicht unbedingtr vor sie noch jahre lang die ganze ancht im familienbett zu haben.
    ich weiß im auch keine andere lösung..ich gebe zu mi schreien lassen es probiert zu haben…bzw bin ich nach 5 min immer wieder zu ihr gegeangne..aber ich fand es nicht richtig…wie du schreibst, angst entsteht..
    diese hat sie dann auch gehabt..angst vorm schlafen gehen, kaum ins bett gelegt hat sie geweint.
    kann man einem kind beibringen allein einzuschlafen?

    • Stefanie

      Hallo Antje,

      ich sehe das genauso wie Tanja.
      Ja man kann einem Kind “beibringen” schlafen zu lernen. Kann dir das Buch “Schlaf gut mein kleiner Schatz” wärmstens empfehlen. Mein kleiner Mann hat eigentlich von Angfang an durchgeschlafen – bis er 4 Monate alt war – da wachte er in mehreren Nächten hintereinander um ca. ein Uhr auf und weinte – auch das einschlafen klappte nicht mehr so gut. Mein Problem war, dass ich ihn um eins dann immer gestillt habe, oder wenn er beim einschlafenw geweint hat. Das hat er sich gemerkt und kam dann relativ regelmäßig jede zweite/dritte Nacht und wollte was. Das steigerte sich dann dazu, dass er ab ca. ein Uhr gar nicht mehr schlief und im Stundenrhythmus aufwachte und am dauernuckeln war. Ich war völlig ausgel….. und körperlich und psychisch am Ende. Da habe ich mir gesagt, dass sich was ändern muss. Ich habe das Konzept des Buches ausprobiert und bei uns hat es nach einer Nacht geklappt. Unser kleiner Schatz schläft alleine ohne zu weinen ein. Nur wenn er völlig übermüdet ist, kann es vorkommen, dass er weint. Die Autoren gehen davon aus, dass es einfach Kinder gibt, die Einschlafschwierigkeiten haben und dass es völlig in Ordnung ist, dass sich Kinder in den Schlaf weinen, sie es aber lernen können einzuschlafen, sie aber unsere Anleitung dazu brauchen. Als kleine Hilfestellung für meinen Sohn habe ich neben seinem Bett eine kleine Lampe stehen, die nach ca 10 min von selber ausgeht. Ich habe nämlich gemerkt, dass er Dunkelheit nicht mag.
      Ich finde es wichtig, ein Kind auch einmal schreien zu lassen – wie soll ein Kind lernen, dass es auch einmal zurückstehen muss. Im Leben ist es nicht und kann nicht immer der Mittelpunkt des Universums sein – soll es später einen Knacks bekommen, weil im Leben nicht immer alles so läuft, wie es sich das vorstellt, es im Supermarkt den Lolli nicht bekommt, oder der Lehrer bzw. Chef es nicht hofiert?

  • Nadja

    Klingt ja alles nach der perfekten Wunderwelt.
    Ich weiß, es ist ein ziemlich großer Trend zu denken wie angeblich die Kinder/Babys denken.
    Wenn man das alles so liest frag ich mich immer und immer und immer wieder …. wieso gibt es so viele Menschen auf dieser Welt wenn wir alle nicht richtig aufgewachsen sind.
    Voll von Psychischen Störungen, Bindungsängste, Vertrauensbrüche und sowieso das falsche Essen und das schon von klein auf. Gläschen und dann auch noch in der Mikrowelle warm gemacht …um Gottes Willen.
    WIe konnten wir das überleben?
    Wie konnte es der Mensch so weit bringen?
    Bemerkenswert ….

    • http://www.entgrenzen.de Norman Schultz

      Der Kommentar ist sehr zynisch, da ich aber in einem Verein für Betroffene sexualisierter Gewalt arbeite, kann ich auch von der Statistik her abschätzen, dass die Menschheit es in der Feinfühligkeit mit Menschen noch nicht sehr weit gebracht hat. Eine Menschheit, die es physisch zur Präsenz bringt und irgendwie überlebt, hat es nicht unbedingt mit Glanz geschafft und die vielen Betroffenen (laut Ärzteblatt 12,6 Prozent, das heißt über 10 Millionen) mit ihren Depressionen und Ängsten können dies bestätigen. Natürlich sind viele wohlbehütet aufgewachsen und können sich nicht vorstellen, wie an anderer Stelle gelitten wird. Die Menschheit hat es jedenfalls noch nicht so weit gebracht, dass Menschen ohne Befürchtung leben dürfen. Da in Deutschland noch 51 Prozent der Kinder geschlagen werden, müssen wir sehr wohl über unsere Erziehung noch nachdenken. Es gibt da noch vieles zu sagen. Danke Maja.

  • Maria

    Hallo,
    bei unserer ersten Tochter verlief es ähnlich…

    Vom ersten Augenblick waren wir ihrem Zauber erlegen und wollten sie auch in der Nacht nicht missen.
    Natürlich war es auch praktisch, da die Kleine alle zwei Stunden gestillt werden wollte. Da mein Mann da auch nichts gegen hatte und vor allem die morgentlichen Kuschelstunden sehr genoss, schlief sie das erste Jahr fast ausschließlich in unserem Bett. Danach wurde ihr Bettchen einfach ins Schlafzimmer dazugestellt.

    Ich fands immer sehr beruhigend mein Kind neben mir zu wissen und auf alles reagieren zu können. Was allerdings mit der Zeit immer nervenaufreibender wurde.

    Sie wollte nicht mehr alleine einschlafen. Also musste Mama sich ne Stunde mit dazulegen und die Hand halten. Was meistens dazu führte, dass ich spätestens um acht Uhr mit eingeschlafen war.
    Die Kleine hatte sich angewöhnt meine Hand zu streicheln, sobald sie wach wurde. Und sie wurde jedesmal wach, sobald ich meine Hand zurückziehen wollte.

    Zwischendurch hatten wir es immer wieder versucht sie an ihr Kinderzimmer zu gewöhnen, doch alle Versuche scheiterten.
    Erstens brachten wir es nicht übers Herz, wenn sie herzzerreissend geschrien hatte und zweitens waren wir ja selber dran Schuld.

    Mit fünf bekam Sie ein neues Bett mit Rutsche und Kuschelecke und da hatten wir die Gelegenheit genutzt die kleine Große in ihr Zimmer umziehen zu lassen.

    Das Thema schlafen ist immer noch ein großes Thema bei uns.(Nina ist fast sechs)
    Zwar schläft sie mittlerweile alleine ein, versucht aber auch ständig mit uns auszuhandeln bei uns im Bett schlafen zu dürfen.
    Mein Mutterherz weint bitterlich, wenn ich Sätze wie: “warum muss ich immer alleine schlafen?” oder “dann will ich lieber bei Oma schlafen” höre. Ich habe das Gefühl, sie empfindet es als Strafe und versteht aber nicht was sie verbrochen hat…

    Jetzt bin ich mit unserem zweiten Kind schwanger und frage mich wie wir das dieses mal handhaben sollen? Soll ich mir die ganzen Strapazen noch mal antun??? Es würde mir aber auch wahnsinnig was fehlen, wenn ich das Baby von vorne rein ins Kinderzimmer verfrachte! Wie wird die Große dadrauf reagieren, dass das Baby bei uns schlafen darf?

    Vielleicht besteht die Kunst darin, den richtigen Zeitpunkt abzupassen, um das Baby umziehen zu lassen. Aber wer sagt mir wann der richtige Zeitpunkt ist?

    Zum Schluss kann ich nur sagen, jeder sollte es so machen wie er es für richtig hält. Es gibt kein Geheimrezept wie man es richtig macht oder falsch. Die Kunst besteht darin für sich selber einen Weg zu finden mit dem die ganze Familie gut leben kann. Dies umzusetzen ist meist der schwierigere Teil…

    Viele Grüße,
    Maria.

  • holy

    hallo maja
    wir haben auch familienbett, weil es fuer mich das beste fuer alle ist…zum glueck findet mein freund es auch super das die kinder mit im bett schlafen…wenn wir intiem werden wollen geht das auch zwischendurch oder an anderen orten…ich finde, wenn man sich fuer kinder entscheidet dann eben zu 100% und nicht nur wie es einem selber in den kram passt…darum sollte man sich gut ueberlegen sein frueheres leben fuer kinder aufzugeben…meist merkt man erst durch ein kind ob man wirklich zusammen passt…es gibt sehr viele scheidungen im ersten lebensjahr, weil man eben an die grenzen kommt da man merkt, dass ein kind nunmal nicht zu programmieren ist und man recht viele einschraenkungen hat, will man seinem kind 100%ig gerecht werden…ein kind laesst einen wachsen und man lernt seine grenzen zu verschieben zum wohle des kindes ♥

  • Martina

    Unser großer Sohn (heute 6 Jahre alt) war eines dieser einfachen Kinder, bei denen man über das Schreien lassen kaum nachdenken brauchte. Er hat von Anfang an in seinem eigenen Bett geschlafen (aber mit im Schlafzimmer). Da gab es kaum Ausnahmen. Die Umsiedlung in sein eigenes Zimmer mit etwa 10 Monaten war völlig problemlos.
    Und dann kam der kleine (heute fast 9 Monate). Völlig anders dieser Junge… Er hat die ersten Nächte zu Hause im Beistellbett verbracht und dann hat er nach und nach eigenmächtig das richtige Familienbett eingeführt. Er wollte absolut nicht mehr in seinem Beistellbettchen bleiben. Es musste dann doch ein paar cm weiter mit auf dem großen Bett sein. Mittlerweile legen wir ihn abends ins Beistellbett und dann kommt er nachts irgendwann zu uns. Wenn er sich nur nicht so breit machen würde…

  • Karin

    Hallo Maja,

    das ist ja alles ganz toll, aber wo bleibt da das Zusammensein mit dem Partner? Unsere Tochter ist nun bald zwei Jahre alt und schläft ohne Probleme mittags in ihrem Bett ein, aber abends macht sie einen Aufstand. Und vor allem ist sie abends um elf (man kann die Uhr danach stellen) wach und will nicht mehr in ihrem Bett schlafen (Hunger hat sie nicht, schon ausprobiert). Wenn wir sie auf den Arm nehmen schläft sie sofort wieder ein, zurück in ihrem Bett geht die Sirene wieder los. Wie lange soll das noch weitergehen?

    Gruß,
    Karin

    • Silke

      Ich finde es nur bemerkenswert, dass zwei erwachsene Menschen es schöner finden zusammen in einem Bett zu schlafen als alleine in getrennten Zimmern, einem Neugeborenen oder Kleinkind dagegen dieses schöne Gefühl nicht gönnen. Ist das nicht verrückt?

      Unser Sohn, fast zwei Jahre alt, schläft in seinem Bettchen in unserem Zimmer. Es gibt Nächten, in denen er aufwacht, unruhig, weinend, und das einzige was ihn beruhigt, ist Papas und Mamas Nähe. Und das freut uns sehr, dass unser Sohn sich von uns beschützt fühlt und dass unsere Nähe ihm so gut tut. Und so wird es bleiben, bis er das braucht. Papa und Mama werden immer für ihn da sein, egal ob nachts oder tagsüber.

  • Tanja

    Sehr schön geschrieben, aber doch eine recht einseitige Darstellung.

    Das liest sich so als ob jeder der sein Kind nicht sofort beruhigen kann eine Rabenmutter ist und Familienbettverweigerer sind ja eh das Letzte. Schön und gut wenn das euer Weg war und ihr euch so wohl fühlt. Ich habe 2 Kinder und wenn ich mit Kind Nr. 1 beschäftigt bin dann muss Kind nur 2 eben auch ab und zu mal schreien. Zumindest so lange mir keiner eine Rund-um-die-Uhr-Kinderfrau bezahlt.
    Und was ist mit den Eltern von Schreikindern? Die sind also chronische Kindermisshandler?
    Und wir leben dann ja eh in einer Gesellschaft wo jeder einen Dachschaden und ein Kindheitstrauma hat oder wie?

    Ich habe am Anfang auch immer darauf geachtet, dass meine Tochter liebevoll an der Brust einschläft oder in den Schlaf gestreichelt wird. Das Ende vom Lied war, dass ich irgendwann wochenlang im Stundentakt mein Kind beruhigen konnte weil es ohne mich einfach überhaupt nicht schlafen konnte. Prima wenn man das kann. Ich konnte es nicht. Weder zeitlich noch kräftemässig. Ich habe mit Kind in meinem Bett auch nie gut geschlafen. Ich war immer total verspannt und gerädert. Meine Tochter hat dann auch ohne Stunden lang zu schreien gelernt alleine einzuschlafen. Natürlich gings nicht ganz ohne Geschrei, aber ich glaube einfach nicht, dass eure Babys nie schreien.

    Wenn man dann hier liest was man seinem Kind mit Schreien antut dann kommt man vielleicht auch auf so blöde Ideen mit Schlaftabletten.

  • bella

    Hallo Maja,
    bei uns war ein Familienbett eigentlich nie ein Thema… ja bis unser Sohn uns, bereits im Krankenhaus, eines besseren belehrte. Ich muss sagen ich finde es gut, so ist er immer da und wenn er 10 mal nachts wach wird muss ich wenigstens nicht raus und bin morgens gut gelaunt. Die selbstbedinung beherscht er bestens. Ausserdem gab es das Familienbett schon immer nur mit der Zeit und im laufe der “zivilisation” kam wohl mal ein schlauer Forscher auf die Idee, dass die Seperation der Kinder von den Eltern zur Selbstständigkeit führen würde. Aber ist das nicht totaler quatsch? Wie soll jemand, dem das wichtigste und vertrauenvollste auf der Welt (seine Bezugsperson) weggenommen wird sicher Selbstständi werden? Soweit mir bekannt gibt es das Familienbett in nicht so weit “zivilisierten” Ländern immer noch. Wie bereits erwähnt das Familienbett gab es schon immer und ich finde es klasse.
    LG Bella

  • Rebecca

    Unser kleiner (11 Monate) hat vom ersten Tag an sein Bett gemocht in seinem Zimmer.
    Die erste nacht hatten wir es ins Schlafzimmer geholt, fand er sehr doof. 3 Monate Koliken lehren das es verschiedenes Schreien gibt. Das schlimme sind immer die schlauen Kommentare der Bekannten und Freunde “du mußt das Kind schreien lassen sonst macht es das immer so”. In unserem Bett mochte er irgendwie nie so recht schlafen. Manchmal brauch er Abends seine 3 minuten ausbrüllen damit er schlafen kann und Ruhe findet wenn der Tag zu aufregend war.

  • Conni

    Hallo
    Wir haben auch ein familienbett mit 2 Kids drinnen… Unsere Tochter wird nächste Woche 6 und der kleine ist jetzt 6 1/2 Monate fast. Die große hat sich selbst in unser Bett”eingeschlichen” da war sie ein paar Wochen alt dann kam das zahnen dann Gans mal ne Zeit da hatten wir ne etwas doofe wohnsituation und schrubb war sie so dran gewöhnt dass sie heut zwar ( mit mir) in ihr Bett geht aba nachts dann irgendwann auch zu uns angeschlichen kommt. Der kleine schlief bis vor 1 Woche im babybay direkt neben mir aber dann ging’s nimmer er passt da nimmer rein…. Eigentlich wollten wir ihn dann in sein Bett gewöhnen aber ne ne ne wir sind doch nicht gemein wir sind los haben ein babybett gekauft bei dem man die eine Seite weglassen kann haben das direkt an meine Seite gestellt und jetzt haben wir ein neues babybay für große erfunden hihi und es is so unglaublich schön wenn wir in der früh aufwachen der kleine uns wawawawaws entgegen lächelt und die große uns niederkuschelt

  • http://blogprinzessin.de Kat

    Ich wäre ja auch für ein Familienbett, alleine weil MEIN Nächtlicher Milchbarweg nicht so weit wäre, aber wie schon oben angedeutet, gibt es hier auch eher die PAPAwalze. Wenn der so weitermacht, wie jetzt in der Schwangerschaft, dann habe ich Angst um Motti.

    • Conni

      Wir mussten auch unsre Papa und große Schwester Walz umgehen beistellbettchen sind ne Wunderwaffe dagegen!!!!! Meiner Meinung nach das beste was in der letzten Jahren erfunden wurde!!!!! Lg

  • Sabsi

    Unser kleiner schläft seit seiner Geburt bei uns im Bett.
    Da ich schon von Anfang an nicht stillen konnte war es mir wichtig dass der kleine so viel nähe wie möglich bekommt.
    Und es hat sich auch gelohnt er schlief schon mit drei Wochen durch.
    Wir haben uns zwar schon ein paar Mal gedacht wir könnten ihn ja in sein gitterbett legen aber irgendwie bringen wir es nicht übers Herz es ist so schön wenn der kleine wurm zwischen uns liegt.

  • Diana

    Ich finde ein Familienbett eine super Sache;) Unser Sohn hat bis Gründonnerstag bei uns im Bett geschlafen. Er ist 18einhalb Monate. Ich habe Ihn bis 16Monate Nachts noch gestillt. Seit dem er in seinem Zimmer in seinem Bett schläft, schläft er jede Nacht durch. Seine erste Nacht war nicht so prickelnt,wir mussten sehr oft aufstehen. Ich habe er mir ehrlich gesagt viel schlimmer vorgestellt mit dem Abendlichen hinlegen, Gästebett dazustellen für 1-2 Wo-Ohropax-Nervenzusammenbruch-1-2Std warten bis er eingeschlafen ist, aber ich muss sagen, es war nicht so und bin auch sehr froh darüber. Ich warte tagtäglich darauf das noch was passiert. Mittlerweile geht er freiwillig in sein Bett, gibt einen Knutscha und winkt, aber ich warte natürlich bis er eingeschlafen ist. Freunde und Bekannte haben mir ständig gesagt, du wirst in nie wieder los aus dem Elternbett wenn du nicht langsam damit anfängst.Ich würde es bei jeden Baby wieder so machen.

  • Nadine

    Familienbett in dem Sinne haben wir auch nicht. Die beiden Kids schlafen im Kinderzimmer, neben Babyboys Bett steht aber ein niedriger Hocker mit Kissen, für mich gut gepolstert, und eine Kuscheldecke zum einmümmeln liegt daneben. Denn bei uns ist es so: wenn er aufwacht und weint setze ich mich daneben, gebe ihm sein Trinken (seit 2 Wochen nur noch Tee, davor abwechselnd Tee und Brust) und halte noch seine Hand bis er wieder schläft. ABER sobald er wach wird und mein Mann schon wegen der Arbeit aufgestanden ist darf Babyboy mit in mein Bett. Wir haben nämlich nicht vor der Mamawalze Angst, sondern mehr vor der Papawalze :-D Wenn Papa aber mal nicht mitten in der Nacht zum Arbeiten muss, oder es einfach selbst für ihn noch zu früh zum Aufstehen ist und sich unser Jüngster trotzdem nicht beruhigen lässt wander ich mit ihm auf die Couch aus, die zum Glück breit genug ist für Mama und Baby zum Kuscheln.

  • Franziska

    Hallo,
    unser erster wurde immer wenn er schrie ausgiebig beruhigt, da er dazu neigte sich schnell oben raus zu entleeren.
    Unserer zweiter war/ist auch ein Schreier aber wenn wir ihn aus dem Bett holten zum beruhigen wurde es schlimmer. Also wieder rein in sein Bett und einfach nur da sein und Stirn und Wange streicheln. Er schreit heute immer mal Abends gerne seinen Tag raus und da will er eben nur mal schreien. Am Tage ist er nicht weinerlich.

  • Manuela Mursch

    Ich konnt meine beiden (2 und 4 Jahre) gar nicht schreien lassen, das hätte mir das Herz gebrochen. Nähe ist das wichtigste bei einem so kleinen Menschen, vor allem ist die Zeit, in der die Kids Nähe suchen ja so kurz, das sollte man geniessen. Bei uns gab es auch ein Familienbett und beide haben es nun geschafft, auch in Ihrem eigenen Bettchen zu schlafen.

  • Vanessa Komistek

    Leider wurde mir das durch eine “bessere” Mutter vermießt, die hatte bravere Kinder, die immer und überall alleine Schlafen wollten.
    :-(
    Allerdings praktizieren wir das nun immer noch. Meine Kinder sind jetzt 2 und 4 und schlafen noch die halbe Nacht bei uns.

  • http://fb mell

    Ich habe auch das Familienbett. Es hat sich einfach ergben; durch das Stillen schliefen wir einfach zusammen ein. Nun ist meine Tochter schon 1,5Jahre und sie schläft noch immer bei uns im Bett. Allerdings haben wir ihr Bett zu unseren dazu geschoben da wir noch ab und an ein paar Bettgeher haben. Haben 4 Kinder und es kommt schon vor das wir mit 2-3-oder 4 Kindern wach werden. Wobei das eher selten der Fall ist.
    Unsere kleine Maus bedient sich an der Bar nach wie vor sehr großzügig und schläft dann weiter.Ich bin froh das wir uns so entschieden haben, da sie ein sehr unruhiges Kind ist. Und somit ist es in der Nacht ein wenig besser; auch nicht immer…aber ich glaube leichter als es ansonsten wäre.

  • http://www.schietbddel.blogspot.com Andrea

    Hallo Maja,

    schönes Thema. Ein Familienbett gibts nicht, aber wenn die Kleine nachts aufwacht und Nähe braucht, dann darf sie bei uns weiterschlafen – Für mich ist das selbstverständlich.

    Ach und schreien lassen geht echt gar nicht, mal abgesehen von Ausnahmesituationen bei denen der totale Mama/Papazusammenbruch bevor steht… da ist das mal “okay”, für ein paar Minuten.

    Viele Grüße,
    Andrea

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