Mit Baby unterwegs: 10 Packtipps, um leicht und wenig beladen zu reisen

Familien, die mit Baby oder kleinem Kind das erste Mal verreisen, wissen oft nicht, wo sie mit dem Packen anfangen sollen: Neben den herkömmlichen Dingen wie Kleidung und Schuhe müssen für die Kleinen Unmengen von Babyutensilien wie beispielsweise Reisebettchen, Autokindersitz, Kinderwagen, Windelvorräte und Babynahrung verstaut und transportiert werden. „Wie sollen wir das bloß alles transportieren?“, fragen sich da manche verzweifelte Eltern angesichts der sich vor ihren inneren Augen auftürmenden Gepäckberge.

Wie Eltern auch auf Reisen mit Baby oder Kleinkind ihr Gepäck massiv reduzieren können, verrät KidsAway, das neue Online-Reisemagazin für Reisen & Urlaub mit Baby & Kleinkind in unserem heutigen Gastartikel:

koffer-packen-urlaub

Bildquelle: aboutpixel.de / reisefertig © Rainer Sturm

1. Packen mit Plan statt planlos packen

Wer gut vorbereitet ist, reist besser. Erstellt frühzeitig eine Checkliste mit allen Dingen, die Ihr noch

a) besorgen müsst (z. B. Sonnencremes, Sonnenschutz)

b) erledigen müsst (z. B. Kinderreisepässe beantragen, Impfungen)

c) delegieren müsst (z. B. Nachbarn bitten, die Blumen zu gießen)

d) abbestellen müsst (z. B. Zeitung)

e) einpacken müsst! 

Am besten nutzt Ihr natürlich Eure persönliche, recycelbare Packliste vom letzten Urlaub. Eine Anleitung zur Erstellung Eurer persönlichen Packliste gibt es hier.

2. Ausleihen statt mitnehmen

Überlegt, welche schweren und sperrigen Dinge Ihr mitunter vor Ort ausleihen könnt. Viele Hotels stellen Familien auf Anfrage Reisebettchen bis hin zu kompletten Babyausstattungen kostenlos zur Verfügung. Ferienwohnungen sind oft mit Kinderhochstuhl und Reisebettchen ausgestattet. Und auf Mallorca könnt Ihr sogar einen Kinderwagen oder Buggy vor Ort mieten. (http://www.silvias-buggyservice.de)

3. Vor Ort kaufen

Wer innerhalb Europas urlaubt, ist gut beraten, Babyhygieneartikel und Windeln am Urlaubsort zu kaufen. Diese Produkte sind im Ausland meist etwas teurer; dafür entfällt aber der Koffer mit der Windelladung für zwei Wochen und das lästige Schleppen.

Aber auch in Übersee gibt es in den Großstädten in Supermärkten meist alles, was das europäische Elternherz begehrt. Vorsicht bei Babynahrung: In manchen Ländern wie den USA oder in Südafrika gibt es da die interessantesten Mischungen mit viel Zucker und Zusatzstoffen. Für manche deutsche Babys, die nur Biokost gewohnt sind, ist diese Babynahrung eher gewöhnungsbedürftig oder ungeeignet. Auch Feuchttücher gibt es in Übersee nicht überall zu kaufen.

4. Shampoo und Co: Klein statt groß

In großen Drogeriemärkten gibt es von (fast) allem auch Kleinpackungen zu kaufen. Diese sind im Vergleich zu den regulären Verpackungsgrößen meist teurer. Dafür sind sie platzsparend und wiegen kaum etwas. Eine kleine Zahnpastatube bringt eine kleine Familie locker über eine Woche, ebenso ein Shampoo oder der Rasierschaum im Kleinformat.

Tipp: In Apotheken, Drogerien und Parfümerien gibt es auf Nachfrage von vielen Produkten auch kostenlose Proben. Diese eigenen sich hervorragend für den Urlaub.

5. Leichtes, kompaktes Reisebettchen

Ihr seid stolze Besitzer eines herkömmlichen „Reisebettchens“? – Schafft es ab! Denn diese Bettchen verdienen den Namen „Reisebettchen“ nicht. Sie sind schwer, groß und auch im zusammengefalteten Zustand noch sehr sperrig. Schafft Euch stattdessen ein Babyzelt oder travel cot an. Diese wiegen je nach Hersteller nur zwei bis vier Kilo und lassen sich klein und handlich zusammenfalten. Sie passen sogar in den Korb des Kinderwagens oder ins Handgepäck beim Fliegen. Ein echtes Must-Have auf Reisen!

6. Gepäck schicken statt schleppen

Wenn Ihr besonders viel Gepäck habt, dann zieht in Erwägung, besonders sperrige und schwere Dinge wie beispielsweise den Kinderwagen oder den Autokindersitz vorab zum Urlaubsziel zu schicken. Dies geht zum Beispiel mit Hermes. Wenn die Reise nach Übersee geht und noch genügend Zeit ist (und Ihr die Gegenstände oder Klamotten nicht zwischenzeitlich hier zuhause braucht), dann ist eine Verschickung per Seefracht die günstigste Variante. Vorsicht beim Fliegen: Fluggesellschaften lassen sich Übergepäck teuer bezahlen. Wer Übergepäck nicht vermeiden kann, der sollte dies unbedingt vor der Anreise zum Flughafen über die Hotline oder Online dazu buchen. Am Flughafen am Schalter schlägt sonst ein Kilo Übergepäck schnell mit zehn Euro oder mehr zu Buche.

7. Buggy statt Kinderwagen

Wer auf vier Räder für sein Kind nicht verzichten will, sollte sich einen leichten, zusammenfaltbaren Buggy anschaffen. Diese gibt es bereits ab 30 Euro. Aber auch hier gilt: Gerade auf Flugreisen kann es vorkommen, dass der Buggy verloren geht oder beschädigt ankommt. Bei der Mietwagenbuchung dann darauf achten, dass auch der Buggy mit in den Kofferraum passt. Bei Mietwagen der kleinsten Klasse ist das manchmal ein Problem. Im Zug darauf achten, dass auch die Taschen und Netze leer sind, wenn Ihr zum Sitzplatz geht. Denn der Buggy oder Kinderwagen muss hier meist im Eingangsbereich oder im Gang außer Sichtweite zurück gelassen werden. Teure Markenkinderwagen sind immer häufiger beliebtes Diebesgut: sie lassen sich gut im Internet weiterverkaufen.

Tipp: Am besten lasst Ihr den Kinderwagen zuhause und schafft Euch eine gute Trage an. – Übrigens nicht nur gut für den Urlaub!

8. Tragen statt schieben

Lasst den Kinderwagen oder Buggy einfach zuhause! Mit einer Tragehilfe könnt Ihr bereits kleine Babys ab Geburt überall mit hinnehmen. Tragehilfen sind leicht und klein zusammenfaltbar und passen somit in jeden Koffer. Und Babys und kleine Kinder lieben es, getragen zu werden. Am besten einmal selbst ausprobieren. Trageberaterinnen, die Eltern kompetent beraten können und bei denen Tragehilfen vor dem Kauf ausgeliehen werden können, gibt es in jeder Stadt.

9. Weniger ist mehr

Wer kennt dieses Phänomen nicht? – Man kommt aus dem Urlaub zurück und die Hälfte der Klamotten wandert unbenutzt wieder in den Kleiderschrank. Oft ist weniger einfach mehr. Also gilt: Clever packen. Bevor Ihr Eure Packliste schreibt, überlegt Euch, für welche Anlässe Ihr adäquate Kleidung in Eurem Urlaub braucht. Genügen legere, sportliche Klamotten oder braucht Ihr auch etwas schickere Kleidung für den Abend? Sobald Ihr Eure persönliche Packliste entwickelt habt, geht diese noch einmal durch und streicht mindestens ein Drittel heraus. Und vergesst nicht, nach dem nächsten Urlaub Eure Packliste zu optimieren und an einem sicheren Ort abzulegen. Und für den Notfall eine Tube Handwaschmittel mitnehmen.

10. Urlaubsspielzeug für die Kinder: Klein, leicht und unzerbrechlich

CHS-20110801-6459

Last but not least: Eure Kinder möchten vor allem auf der An- und Abreise unterhalten werden. Wer lange im Auto, der Bahn oder im Flugzeug sitzen muss, langweilt sich schnell. Wenn Eure Kinder alt genug sind, lasst sie selbst eine kleine Tasche oder einen Koffer für das Handgepäck mit ihrem Lieblingsspielzeug packen. Gebt ihnen aber ein Limit vor. Auch hier gilt: Das mitgenommene Urlaubsspielzeug sollte klein, unzerbrechlich und leicht sein.

Mehr zum Thema Reisen & Urlaub mit Baby & Kleinkind findet Ihr bei KidsAway – dem Online-Magazin mit Tipps, Empfehlungen, Checklisten und Erfahrungsberichten.

, , , , ,

Antworten auf

  1. Resi 26. August 2011 an 08:05 #

    Der Travelcot ist Klasse. Einzigster Nachteil: Beim Reissverschlusszumachen macht er leativ viel Geräusche. Da wacht das eben eigeschlafene Kind ggf. wieder auf.
    Daher, schon beim Einschlafen fast ganz zu machen.

  2. Arzt4Empfaenger 25. August 2011 an 14:29 #

    Vom Babyzelt hatte ich noch nicht gehört, das gefällt mir sehr gut! Gerade auch, weil man es als Strandmuschen gebrauchen kann… wir hatten eine offene Strandmuschel, mit einem auch nur rollfähigen Balg eine Zumutung, da es immer irgendwie raus in den Sand geht…

    Der Preis ist natürlich stolz, aber wenn’s etwas nützt. (Unser Kleiner schläft meinst mit mir im Bett, Reisebettchen hat er vehement abgelehnt. Alle. )

  3. Die Linkshänderin 25. August 2011 an 12:54 #

    Danke für die tollen Tipps. Vor allem das Babyzelt ist toll, denn die von uns bisher erlebten Reisebetten waren eine Zumutung.

Schreibe einen Kommentar