Was taugen mobile Klimaanlagen?

Sommer, Sonne, Sonnenschein – eigentlich freut sich jeder von uns über solch schönes Wetter. Doch einige Wohnungen entwickeln sich in der sommerlichen Hitze ungewollt zu einer wahren Saunalandschaft. Das ist besonders für Kinder und Babys problematisch: Wenn sie ins Bettchen müssen, herrschen im Kinderzimmer dann oft noch tropische Temperaturen. Wir nehmen darum für euch in unserer Themen-ReiheRund um den Hitzeschutz alle Möglichkeiten unter die Lupe, für ein gutes und gesundes Raumklima zu sorgen:

1. Sonnenschutzfolien als Hitzeschild
2. Sommerschlafsäcke für Babys und Kleinkinder
3. Was taugen mobile Klimaanlagen?
4. Tipps und Tricks zum Kühlen und Lüften des Kinderzimmers

Kind mit Eis

Foto: D. Sharon Pruitt / flickr

Für eine kurze Abkühlung reicht ein Eis – doch was kann ich tun, um für langfristige Abkühlung im Zimmer zu sorgen? Ein Blick in den Baumarkt zeigt: Mobile Klimaanlagen sind dort schon zu recht günstigen Preisen zu haben und versprechen schnelle, professionelle Kühlung. Doch aufgepasst! Die mobilen Mono-Klimageräte, die es schon unter 200 Euro gibt, sind häufig große Stromfresser und leisten für ihren enormen Energie-Bedarf nicht einmal viel.

Die meisten Geräte können gerade einmal Räume unter 20 Quadratmeter mäßig kühlen. Dafür verursachen sie, ebenso wie die mobilen Splitgeräte, nicht selten ordentlichen Krach, der ein Einschlafen oder lange Gespräche nahezu unmöglich macht. Stiftung Warentest fand sogar heraus, dass diese Geräte bei direkter Sonneneinstrahlung völlig versagen – und dass die Hersteller bei den Energieeffizienzklassen der mobilen Kompaktgeräte mogeln. Sie machen den Verbrauchen den Vergleich des Energieverbrauchs somit unmöglich.

Eine effiziente Alternative wären Einbau-Splitgeräte, die jedoch vom Fachmann fest installiert werden müssen – unpraktisch, schließlich kann nicht jeder ein Loch in seine Zimmerwand schlagen lassen. Übrigens: Die klobigen Einbau-Kompaktklimageräte, die wir häufig aus dem Süden kennen, sorgen im Winter für Wärmebrücken, die uns teure Heizwärme stehlen.

Fazit: Mobile Klimaanlagen sind in unseren Breitengraden ein eher unnötiger Luxus, den man sich lieber sparen sollte. Im Falle unerträglicher Hitze sollte man zur Sonnenabwehr lieber zu Sonnenschutzfolien, Rollos und Jalousien greifen. Außerdem sollte man das Kinderzimmer mit den richtigen Tricks Lüften – dazu mehr in unserem Teil 4 der Serie „Sonnenschutz“.

Quelle:
Stiftung Warentest: Energieeffizienzklassen von Klimageräten: Anbieter versprechen zu viel

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Antworten auf

  1. Hajo 6. August 2011 an 11:18 #

    Basieren diese Allgemeinplätze auf eigenen Erfahrungen? Irgendwie liest sich das für mich wie aus einem (oder mehreren) Artikeln zusammenkopiert.

    Klar kostet eine Leistung Geld. Das ist im normalen Leben genauso wie bei Elektrogeräten. Wenn ich einen Kuchen backe, dann ist der Herd auch füt 2 Stunden in Betrieb und verbraucht nicht weniger Strom als 2 Stunden Klimaanlage. Wer das eine will, muß das andere mögen (oder zumindest tolerieren).

    Fakt ist auch, daß man eine Klimaanlage in unseren Breiten nicht die ganze Nacht laufen lassen muß, das wäre in der Tat ein Argument dagegen. Vielmehr reicht es doch, wenn man das Zimmer vor dem Schlafengehen auf eine erträgliche(re) Temperatur herunterkühlt.

    So wie die schon erschienenen Folgen zum Thema Sonnenschutz ist diese nicht sehr informativ. Was mir bei den vorigen Folgen auffällt – nirgends wird erwähnt, daß man die Sonne vor dem Auftreffen auf das Fensterglas abhalten sollte, sobald sich das Glas erwärmt, strahlt es die Wäre nach innen ab, da helfen dann auch keine Innenrollos o.ä.

    • pamelamaria 7. August 2011 an 13:14 #

      Hallo Hajo, deine Einwände sind sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen. Was aber deine Theorie zu den Innenrollos angeht, so kann ich aus eigener Erfahrung sagen, daß du da völlig falsch liegts. Wir haben drei Dachfenster. 2x Holzdachfenster von Velux ca. 10 Jahre alt und ein mal ein niegelnagelneues Aludachfenster, ebenfalls von Velux. Wir haben einen Außenrollo an einem Holzfenster, ansonsten haben wir abdunkelnde und isolierende Innenrollos. Ergebnis: Die Zimmer mit Innenrollos sind deutlich kühler, wie das Zimmer mit Außenrollo. Sowas nenne ich Erfahrungswerte.

      Und Chris: Man kanns nicht allen recht machen, ich lese gerne hier.

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  1. Anonymous - 9. Februar 2012

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