Vulli vs. Öko-Test: Streit um Sophie die Giraffe – Rückruf

Update 31.05.2012: nachdem die Zeitschrift ÖKO-Test bereits im November 2011 in der Spielzeug-Giraffe Sophie la Girafe Schadstoffe oberhalb des in Deutschland gültigen Grenzwertes festgestellt hatte (siehe unten), hat Hersteller Vulli bzw. der deutsche Vertrieb, die Berliner Firma Elements for Kids, nun zum Umtausch der von ihnen gelieferten Naturkautschukprodukte aufgerufen.

sophie-la-girafeBetroffen sind neben Sophie la Girafe auch die anderen Produkte wie der So’Pure Beißring, die große Sophie und Sophies Freunde Chan Pie und Gnon. Der So’Pure Beißring und Sophies Freund Chan waren laut ÖKO-TEST-Untersuchungen vom März diesen Jahres ebenfalls zu hoch mit nitrosierbaren Aminen belastet und nicht verkehrsfähig. Laut Öko-Test gilt es als wissenschaftlich erwiesen, dass sich nitrosierbare Amine in hochgradig krebserzeugende Nitrosamine umwandeln können, wenn sie in den Magen gelangen – wovon auszugehen ist, weil Sophie ausdrücklich als Spielzeug empfohlen wird, auf dem Babys kauen können. Zudem ist die Giraffe laut Hersteller „wie gemacht, um die wunden Stellen zu lindern, wenn das Baby Zähnchen bekommt“.

Laut einer Mitteilung, die die Firma an Händler verschickt hat, werden sämtliche Exemplare von Sophie la Girafe aus Chargen, die vor dem 20.12.2011 in Deutschland durch EFK in Vertrieb gingen, kostenlos gegen neue ab März 2012 hergestellte Produkte ausgetauscht. Der Hersteller hat nach eigenen Angaben die Produktion inzwischen so umgestellt, dass die Einhaltung der deutschen Vorschriften zweifelsfrei sichergestellt sei. Eine erste neue Charge sei seit 20. Dezember 2011 an den Handel ausgeliefert worden, seit März 2012 eine zweite.

Hinweis für Verbraucher: Die Chargennummer ist auf der Innenseite des linken Beines zu finden. Neu und unbelastet sollen die Chargennummern ab 321230 und ab 321300 sein.

Die anderen Naturkautschuk-Produkte tauschen Vulli bzw. EFK vollständig aus, soweit sie über EFK bezogen wurden. Dazu heißt es in dem Händlerschreiben: „Im Zuge des Austausches möchte Vulli Sie bitten, auch die anderen Produkte aus Naturkautschuk, wie den So’Pure-Beißring, die große Sophie und Sophies Freunde Chan Pie Gnon und Sets, die eine alte Sophie enthalten könnten bereits zurückzusenden“. Die Auslieferung von ersten, mit den veränderten Verfahren hergestellten Produkten, werde „voraussichtlich im Juli erfolgen“.

Wichtiger Hinweis: Der Rückruf wendet sich nur an Händler. Die Öko-Test rät daher Eltern, alle Sophie la Girafe-Modelle mit anderen Chargennummern als ab 321230 und ab 321300 und die anderen Naturkautschukprodukte des Herstellers Vulli ins Geschäft zurückbringen und dort ihre gesetzlichen Rechte geltend machen (Umtausch oder Geld zurück).

Weitere Informationen und den Rücksendeschein für Händler findet ihr hier.

Update 18.1.2012:  im Rechtsstreit um das Testurteil „nicht verkehrsfähig“ der Zeitschrift ÖKO-TEST über das Babyspielzeug Sophie die Giraffe  hat das Landgericht Berlin seine im November erlassene einstweilige Verfügung aufgehoben. Die ÖKO-TEST darf damit die Giraffe wieder als „nicht verkehrsfähig“ bezeichnen. ÖKO-TEST hatte berichtet, dass sich aus der Kautschuk-Giraffe, die gern als Ersatz für Schnuller oder Beißringe verwendet wird, weit mehr nitrosierbare Amine herauslösen als gesetzlich zulässig und Sophie somit gar nicht verkauft werden dürfte.

Nitrosierbare Amine sind besonders gefährlich, weil sie sich in krebserregende Nitrosamine umwandeln können. Auch die französische Verbraucherzeitschrift Que Choisir hatte laut Öko-Test in einem Test Werte weit über dem in Deutschland geltenden Grenzwert gefunden. Wer Sophie schon gekauft hat, dem rät ÖKO-TEST der Giraffe „au revoir“ zu sagen und das Tier ins Geschäft zurückbringen – und das Geld zurückverlangen. Der  Testbericht und Artikel zu Sophie la Girafe ist online unter http://presse.oekotest.de/bin/M1111-Sophie.pdf (PDF) verfügbar.

Rückruf oder Rücktausch?

Die Entscheidung des LG Berlin ist gerade erst ergangen, ob es einen Rückruf und/oder eine Rücknahme-Regelung von Sophie geben wird, ist bisher noch nicht bekannt. Wir halten euch an dieser Stelle auf dem Laufenden.

sophie-la-girafeUnser Artikel v. 14. November 2011: Die Spielzeug-Giraffe Sophie la Girafe (Wikipedia) der Firma Vulli ist ein Bestseller, besonders in Frankreich wird die Giraffe aus Naturkautschuk gerne zur Geburt verschenkt.

Dementsprechend viele Diskussionen und Fragen warf der jüngste Test in der Zeitschrift Öko-Test auf, die in ihrer November-Ausgabe 2011 Sophie la Girafe mit dem Gesamturteil „ungenügend“ bewertete. Hersteller Vulli widerspricht Kritik der Öko-Test und befindet sich mit der Zeitschrift im Rechtsstreit.

Ich wollte eigentlich ursprünglich beide Seiten hier darstellen, damit sich jeder selbst ein Urteil bilden kann. Aufgrund des Rechtsstreits kann ich den ursprünglichen Wortlaut der Kritik im Öko-Test Artikel zur Sophie la Girafe hier leider nicht zitieren, deshalb hier ein Auszug aus der Pressemeldung von Vulli:

„Das Magazin „Öko-Test“ behauptet in seiner November-Ausgabe und auf seiner Webseite, das seit 1961 von Vulli hergestellte und weltweit verkaufte Spielzeug „Sophie la girafe“ sei in Deutschland „nicht verkehrsfähig“ und „voller Giftstoffe“. Es setze in unzulässigem Maße N-nitrosierbare Stoffe frei, die im Körper krebserregende Nitrosamine bilden könnten. Zudem enthalte es Naphtalin. Diese Behauptungen von Öko-Test sind falsch. Öko-Test ist offenbar negativ voreingenommen gegenüber diesem französischen Spielzeug aus Naturkautschuk (aus dem Milchsaft des Hevea-Baumes). Naturkautschuk wird in der Medizin verwendet und für Sauger. Es handelt sich um ein Naturprodukt, das sicher und ohne Risiken ist. Auch das Produkt „Sophie la girafe“ ist uneingeschränkt verkehrsfähig. Weder ist es „voller Giftstoffe“ noch setzt es in unzulässigem Maße N-nitrosierbare Stoffe oder andere Substanzen frei…“

(vollständige Pressemeldung Vulli, 1.11.2011)

Der Streit um die Spielzeug-Giraffe wird hoffentlich bald geklärt. Die Öko-Test sah sich inzwischen gezwungen, den ursprünglichen Artikel auf ihrer Webseite durch einen Hinweis auf die gerichtliche Auseinandersetzung und eine geänderte Version zu ersetzen, bleibt aber im Kern bei Ihrer Kritik.

Dass der Hersteller Vulli mit Pressemeldung und rechtlichen Schritten reagiert, ist nachvollziehbar. Klar über das Ziel hinaus schießt Vulli jedoch mit seinem Vorgehen per Abmahnung gegen das privat betriebene Eltern-Magazin Cleankids (siehe auch unser Linktipp der Woche), das u.a. den ursprünglichen Artikel der Öko-Test aus der aktuellen November-Ausgabe 2011 zitierte und kommentierte.

(Produktfoto: Sophie la Girafe, Amazon)

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Antworten auf

  1. Lina 28. Oktober 2014 an 17:14 #

    Hallo,

    aber jetzt ist den Produkt in Ordnung oder?

  2. Alex 14. November 2013 an 15:05 #

    da liebe ich mir doch Shops wie http://www.echtkind.de, da findet man auf jeden fall nur unbedenkliche geprüfte sachen.

  3. Tom 18. März 2013 an 21:15 #

    Sophie pfeift sowieso viel zu laut. Das ist nichts für Kinderohrn oder -münder.

  4. tweetnix0 5. August 2012 an 11:41 #

    zu Sophie la Girafe gibt es auch einen freiwilligen Rückruf des Herstellers – nähere Informationen dazu finden sich auch hier: http://www.consider-it.de/archives/1188
    Dort steht:
    „Wir wurden beauftragt für eine schnelle und komfortable Abwicklung des Warenaustausches von Sophie la Girafe und weiteren Produkten aus Naturkautschuk des Herstellers Vulli S.A.S. zu sorgen.

    Für Fragen dazu erreichen Sie unsere Hotline unter +49-421-4089930-1 (Mo-Fr, 8-17 Uhr) oder per e-mail unter vulli@consider-it.de.

    Sollten Sie im Besitz einer Sophie la Girafe sein, die nicht die Chargennummer 321230 oder die Chargennummer 321300 hat (die Chargennummer ist auf der Innenseite des linken Vorderbeines zu finden) und die sie gegen ein Neuprodukt umtauschen wollen, senden Sie uns Ihre Sophie mit der Angabe Ihres Absenders bitte an folgende Anschrift:

    consider it GmbH

    Ingolstädter Strasse 1-3

    28219 Bremen

    Sobald wir Ihre Sophie La Girafe erhalten haben, senden wir Ihnen umgehend ein neues Austauschprodukt zu.“

  5. Melanie 13. Juli 2012 an 10:20 #

    Hallo weis jemand welche Chargen vom Beissring nicht in Ordnung sind? Wir haben eine 050337 und unser Sohn liebt diesen Beissring … wir möchten aber kein Risiko eingehen. Der Beissring war ein Geschenk und das Geschäft konnte uns leider nicht weiter helfen.
    Danke :)
    Melanie

    • Astarea 24. Juli 2012 an 13:29 #

      Hallo Melanie,

      wir haben auch eine mit der gleichen Nummer wie Deine geschenkt bekommen, aber aus dem Ausland. Ich nehme mal an, dass das die schadstoffbelastete Sophie ist und man da wahrscheinlich nicht viel machen kann. Vielleicht bringt es was sich direkt an den Hersteller zu wenden. Ansonsten wird Sophie eben aus der Spielzeugsammlung unseres Kleinen verbannt. Schade eigentlich. Sie klang so vielversprechend. Zum Glück habe ich sie unserem Kleinen erst gestern gegeben, heute erst von den Schadstoffen erfahren.

      Viel Erfolg!

  6. Bettina 4. Juni 2012 an 19:59 #

    Ich habe Sophie bei mytoys im Sommer 2010 gekauft. Das Tier hat keine Chargennummer, auf der Verpackung steht aber „Vulli“. Weiss jemand, ob mytoys Sophie zurücknimmt?

    • Christiane 5. Juni 2012 an 16:46 #

      Ich hatte meine im Sommer 2011 gekauft gehabt und die haben sie ohne probleme Umgetauscht.

    • Anna 13. Juni 2012 an 22:32 #

      Hier das neueste zum Thema Sofie: Sie wird von Vulli zurück gerufen: http://www.consider-it.de/archives/1188 Ich hoffe es hilft!

  7. Kerstin 4. Juni 2012 an 10:15 #

    Was mache ich denn nun mit einer geschenkten Sophie?
    Sie wurde in Südfrankreich von einer Freundin erworben und hat nun leider die betroffene Charge. Besteht das Umtauschrecht nur für Händler? Hat man ohne Kassenbon einfach Pech gehabt?

  8. Michaela 1. Juni 2012 an 20:34 #

    Bedeutet das jetzt, die Chargenummer, die bei uns mit 33 .. beginnt, ist sicher, weil sie nach 32 … kommt? Oder geht es tatsächlich nur um die genannten 32- er? Ich weiss nämlich leider nicht mehr genau, wann wir sie gekauft haben..

    • Christiane 1. Juni 2012 an 21:22 #

      Ja deine ist i.O. die Chargennummern sind fortlaufend. Ich hab leider noch eine 27… aber eine Neue ist schon unterwegs.

    • Cornelia 2. Juni 2012 an 14:13 #

      Nein, liess dir mal den hier verlinkten Öko-Test-Artikel durch. Wir haben unsere Sophie im August 2011 geschenkt bekommen und sie hat die Chargennr. 331001. Sie gehört also sicher noch zu einer belasteten Charge.
      Das System der Chargennummerierung scheint Öko-Test undurchsichtig zu sein.

    • Nicole 2. Juni 2012 an 16:37 #

      Tja, wir haben 2 Sophies und noch eine weitere verpackte.
      Leider nimmt Amazon die Sophies bis jetzt nicht zurück, weil man dort angeblich nichts von dem Rückruf weiß. :-(
      Weiteres Problem: die ältere Giraffe hat gar keine Chargennummer, ist aber sicherlich keine Fälschung.

  9. Cornelia 1. Juni 2012 an 10:11 #

    wir haben unsere giraffe zur geburt im august geschenkt bekommen natürlich auch ohne kaufbeleg – was nun ?

  10. polly 31. Mai 2012 an 21:03 #

    ja, das frag ich mich auch gerade…haben die alte giraffe noch daheim, aber keinen kaufbeleg mehr dazu, immerhin ist sie nun schon 1,5 jahre alt. was macht man denn da?

  11. stefan 31. Mai 2012 an 16:58 #

    Was macht man denn, wenn man die Rechnung nicht mehr hat? Kann man dann nur auf Kulanz der Händler hoffen oder gibt es auch die Möglichkeit, sich direkt an den Hersteller zu wenden? Und kann man den neuen Giraffen trauen?

  12. ÖKO-TEST 18. Mai 2012 an 13:31 #

    Liebes Forum,

    es gibt wieder Neuigkeiten zu Sophie la Girafe:

    Verkehrsverbot für Sophie la Girafe
    Überwachungsbehörde erstattet Strafanzeige

    Das chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart (CVUA) hat jetzt festgestellt, dass „entsprechend § 32 Abs. 2 LFBG für die vorgelegte Probe“ der französischen Kultgiraffe Sophie „ein Verkehrsverbot“ besteht. Denn die von der baden-württembergischen Überwachungsbehörde untersuchte Probe enthielt 1.770 Mikrogramm lösliche nitrosierbare Amine pro Kilogramm. Damit sei der Grenzwert „um das ca. 18-fache“ überschritten. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich nitrosierbare Amine in hochgradig krebserzeugende Nitrosamine umwandeln können, wenn sie in den Magen gelangen, wovon auszugehen ist. Denn Sophie wird ausdrücklich als Spielzeug empfohlen, auf dem Babys kauen können. Zudem sei die Giraffe „wie gemacht, um die wunden Stellen zu lindern, wenn das Baby Zähnchen bekommt“.

    Das CVUA bestätigt damit eine Untersuchung von ÖKO-TEST, die schon im vergangenen November ergeben hatte, dass die getestete Giraffe nicht verkehrsfähig war. Das Verkehrsverbot bezieht sich aus rechtlichen Gründen zwar nur auf die von der Überwachungsbehörde untersuchte Charge. Doch vom französischen Hersteller Vulli bzw. dem deutschen Vertrieb, der Berliner Firma Elements for Kids (EFK) in einem Prozess gegen ÖKO-TEST selbst vorgelegte Gutachten zeigen, dass weitere Chargen über dem in Deutschland geltenden Grenzwert liegen. Erst im März 2012 kündigte der Anbieter gegenüber Händlern an, dass nach einer Umstellung des Produktionsverfahrens nun eine neue Charge die Einhaltung der deutschen Normen zweifelsfrei sicherstelle.

    ÖKO-TEST fordert Vulli und EFK daher auf, umgehend alle vor März 2012 ausgelieferten und betroffenen Chargen vom Markt zu nehmen. Im Übrigen sind auch weitere von ÖKO-TEST untersucht Produkte der Firma, das Weiches Spielzeug zum Beißen Chan und der Sophie la Girafe So’ Pure Zahnungsring zu hoch mit nitrosierbaren Aminen belastet und nicht verkehrsfähig.

    Wie die zuständige Überwachungsbehörde in Berlin mitteilt, hat sie inzwischen Strafanzeige erstattet.

    Den Untersuchungsbericht des CVUA Stuttgart finden Sie unter:
    http://presse.oekotest.de/presse/SophielaGiraffe.pdf.

    • Chris 18. Mai 2012 an 22:00 #

      Vielen Dank für das Update!

  13. sternchen 8. Februar 2012 an 11:02 #

    Hallo werde jetzt oma und wollte diese giraffe kaufen,jetzt wo ich gelesen habe…überlege ich.
    aber wenn die farbe abgelutscht werden kann,verliert diese auch noch an ihre schönheit

  14. Daniela 19. Januar 2012 an 13:08 #

    Hmm ich frage mich nun sind damit alle Produkte gemeint die mit Sophie der Giraffe zu tun haben oder speziell nur die Giraffe als einzelnes? Es gibt sie ja noch als Beißring mit so „Hänkeln“ an den Seiten. Ist die auch so belastet?
    Die Punkte auf diesem Produkt sollen ja Lebensmittelfarbe sein so wie ich das gelesen habe.

  15. Tinchen 18. Januar 2012 an 19:44 #

    Merkwürdigerweise hatte die BamS im Dezember einen Artikel über Babyspielzeug veröffentlich, in dem Sophie mit „sehr gut“ abgeschnitten hat. Der TÜV Rheinland hatte 10 Produkte im Auftrag der BamS getestet.

    Sophie also super, ein Beissring von Vulli hingegen wurde dort mit „mangelhaft“ bewertet (da wurde der Umriss eines Giraffenkopfes als Kaufläche genommen, auf dem Bild sieht es nach einem härteren, also völlig anderen Material als Sophie aus).

    Na toll, erst hatte ich Sophie an die Seite gelegt, nach dem BamS/TÜV-Artikel wieder rausgekramt und doch hin und wieder gegeben… jetzt bin ich erneut total verunsichert :-(

    Unsere Maus findet sie schon toll und knabbert/quietsch gelegentlich ganz gerne an ihr rum.

    Weiss jemand, ob Sophie außer in Frankreich sonst noch irgendwo im Ausland getestet wurde, vielleicht von den Amis?

    • Chris 18. Januar 2012 an 20:09 #

      Danke für den Hinweis auf den BamS-Artikel (hier). Es kommt wahrscheinlich immer darauf an, was das Prüfinstitut genau testet. Es gibt soweit ich weiß Unterschiede zwischen den Grenzwerten für Babyspielzeug und denen für Schnuller, Sauger und Beißringe.

  16. ÖKO-TEST 18. Januar 2012 an 12:01 #

    Liebe Sparbaby.de-Leser,
    nachdem auch hier das Thema Vulli versus ÖKO-TEST hier fleißig kommentiert wird, möchte ich Sie gerne auf den neuesten Stand bringen. Ich arbeite bei ÖKO-TEST als PR-Verantwortliche. Wir haben dazu folgende News veröffentlicht:

    Sophie: nicht verkehrsfähig.
    Das darf ÖKO-TEST wieder sagen, nachdem das Landgericht Berlin eine zuvor von ihm selbst erlassene einstweilige Verfügung wieder aufgehoben hat.
    ÖKO-TEST hatte in seiner November-Ausgabe berichtet, dass sich aus der untersuchten Kultgiraffe, die gern als Ersatz für Schnuller oder Beißringe verwendet wird, weit mehr nitrosierbare Amine herauslösen als gesetzlich zulässig. Sie hätte somit gar nicht verkauft werden dürfen. Nitrosierbare Amine sind besonders gefährlich, weil sie sich in krebserregende Nitrosamine umwandeln können. Auch die französische Verbraucherzeitschrift Que Choisir hatte in einem Test Werte weit über dem in Deutschland geltenden Grenzwert gefunden. Wer Sophie schon gekauft hat, so daher unser Rat, sollte ihr „au revoir“ sagen, das Tier ins Geschäft zurückbringen – und das Geld zurückverlangen.
    Den gesamten Testbericht zu Sophie finden Sie unter
    http://presse.oekotest.de/bin/M1111-Sophie.pdf

  17. Petra 17. November 2011 an 17:34 #

    Also wir haben die Giraffe und mein Knirps liebt sie heiß und innig. Wäre das nicht der Fall, hätte ich sie schon längst aussortiert. Da die farbige Beschichtung super schnell abgeht und ich darüber echt geschockt bin. Er hatte es innerhalb von einem Monat geschafft den Großteil der Punkte abzulutschen. Das kann doch nicht gesund sein!

  18. Annette 14. November 2011 an 22:14 #

    Im Übrigen: ich habe den Artikel von Ökotest im Original gelesen. Für mich nicht ernst zu nehmen. Da ich jetzt nicht weiss, ob Zitate daraus erlaubt sind oder nicht, kann ich keine Ausführungen geben. Gerne auf Nachfrage per Mail.

  19. Annette 14. November 2011 an 17:36 #

    Interessant.
    Man sollte nicht vergessen, dass Ökotest sehr oft polemisch berichtet und auch ebenso bewertet. Da ich beruflich mit einigen solchen Fällen zu tun hatte kann ich dies nur betonen. Solche Meldungen schaden einem Unternehmen natürlich ganz gewaltig, Ökotest würde in dem Fall auch nicht zum ersten Mal falsch liegen. Natürlich hat Ökotest auch seine guten Seiten und kann bei der Kaufentscheidung helfen.
    Die Berichterstattung klingt aber oft so nach dem Motto „voller Giftstoffe“ „Unsere Kinder werden vergiftet“ etc. Wenn man da nicht vom Fach ist, kann man sich von solch ungerechten und polemischen Urteilen blenden lassen. Man sollte sich von der Vorstellung, dass Ökotest „Skandale“ aufdeckt, verabschieden.

    • Chris 14. November 2011 an 21:36 #

      Hallo Anette, danke für Deinen Kommentar. Ich schimpfe auch ab und zu auf allzu reißerische Schlagzeilen und bin auch eher ein kritischer Öko-Test-Leser – nichtsdestotrotz halte ich es für wichtig, dass es Magazine wie die Öko-Test gibt und lese die Zeitschrift fast jeden Monat. Wie Du schon sagst, die Berichte können bei der Kaufentscheidung helfen und zumindest das Bewusstsein für häufige Probleme schärfen. Freiwillig machen leider viele Hersteller immer noch zu wenig um Schadstoffe zu vermeiden, wie gerade auch wieder der Test in der Stiftung Warentest zeigt: https://www.test.de/themen/freizeit-reise/test/Sicherheit-von-Spielzeug-Jedes-sechste-Spielzeug-mangelhaft-4294118-4294147/ – schade dass die Warentest die Giraffe nicht getestet hat, wäre mal interessant gewesen.

    • Annette 14. November 2011 an 21:58 #

      Da hast Du natürlich recht. Während bei den Lebensmitteln das meiste ganz gut geregelt ist, gibt es bei Bedarfsgegenständen noch erhebliche Schwachstellen in den Gesetzestexten. Aber es geht voran. Dieses Jahr gab es neue EU-Richtlinien, zumindest was die „mechanische“ Sicherheit von Spielzeug angeht. Ich erinnere mich z.B. an ein kleines Kunststoffpony mit einer Mähne, die gut rauszupfbar war, damit eine Gefahr darstellte und demnach nicht verkehrsfähig war. Oder Spielzeug, das mit Kaugummi, Bonbons etc. verbunden ist, kann auch gefährlich sein. All das wird jetzt besser geregelt. Ab Juli 2013 geht’s dann um chemische Verunreinigungen, Migrationen etc.
      Zum Nachlesen der Text vom BMELV: http://www.bmelv.de/cln_163/SharedDocs/Standardartikel/Verbraucherschutz/Produktsicherheit/Spielzeugrichtlinie.html

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  1. Babyspielzeug - Süße Giraffe - Sophie la girafe ” Lifestyle Blog: Kosmetik, DIY, Deko, Rezepte | Testbar - 31. März 2014

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  2. Anonymous - 19. Januar 2012

    […] */ Wichtig!! Wer hat Sophie die Giraffe?? Lest mal das hier…ich glaub ich werf die jetzt […]

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