Richtig Gut essen – Kinder-Uni und großer Kindertag der Ernährung

Zu viel Fastfood, zu wenig Bewegung: Mehr als die Hälfte der Deutschen ist übergewichtig. Die jüngsten Zahlen der WHO zeigen, dass der Trend zukünftig anhält und warnen vor einer „Übergewichts-Krise enormer Ausmaße“. Ernährungsbildung von klein auf wirkt dem entgegen: Lernen Kinder frühzeitig, Lebensmittel bewusst zu konsumieren und zu genießen, leiden sie später seltener an Übergewicht. Mit den 4. Bayerischen Ernährungstagen im Juni widmet sich das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) ganz dem Themenkomplex „Kinderernährung und Sensorik“ und gibt Familien wertvolle Tipps an die Hand, die im Alltag einfach umzusetzen sind.

Wertvolle Tipps für Familien auf den 4. Bayerischen Ernährungstagen im Juni

Wertvolle Tipps für Familien auf den 4. Bayerischen Ernährungstagen im Juni (© Bayerisches Staatsministerium StMELF)

Jetzt noch kostenlos für die Kinder-Uni anmelden

Am 26. Juni und 27. Juni könnt ihr unter dem Motto „Richtig Gut Essen“ bei der Kinder-Uni in München mit euren Kindern spannende Tage erleben. Hier erfahren die kleinen „Studenten“ auf unterhaltsame Art und Weise, was gute Ernährung eigentlich ausmacht.

Kindgerecht und mit vielen praktischen Beispielen vermitteln Experten, wie man richtig und gut isst. Mit dabei sind „Gastprofessoren“ wie der Bestseller-Kinderbuchautor Erhard Dietl („Die Olchis“), der die Kinder auf eine unterhaltsame Ernährungsentdeckungsreise mit den kleinen grünen Wesen einlädt.  Es lohnt sich, euch frühzeitig einen Platz zu reservieren.

Am 27. Juni lädt die Kinderuni im Staatsministerium in München zum Mitmachen ein (© Bayerisches Staatsministerium StMELF)

Am 27. Juni lädt die Kinderuni im Staatsministerium in München zum Mitmachen ein (© Bayerisches Staatsministerium StMELF)

Die Vorlesungen der Kinder-Uni sind für die Kinder kostenlos. Das vollständige Vorlesungsprogramm findet ihr hier.

Großer Kindertag der Ernährung

Ein Highlight ist der große Kindertag der Ernährung. Parallel zur Kinder-Uni laden am 27. Juni im Schmuckhof des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in München viele Stände zum Ausprobieren, Experimentieren und Spielen ein: Eure Kinder entdecken wie sich frische Lebensmittel anfühlen, backen selbst Brot oder probieren sich am Kletterfelsen aus. Radio Arabella 105.2 führt durch das Programm mit Interviews, Live-Musik, Zumba und Figurentheater.

Das abwechslungsreiche Programm mit Puppentheater, Schokoladenaufstrich-Workshop, Backen für Kinder, Sinnesparcours, Slacklines und Hüpfburg am Kindertag und alle Veranstaltungen der Kinderuni findet ihr unter www.ernährungstage.de. Zur Kinder-Uni könnt ihr euch bzw. eure Kinder hier kostenlos anmelden.

Buntes Essen schafft ein breites Spektrum

Kinder essen am liebsten das, was sie bereits kennen. Und Kinder essen natürlich das, was die Erwachsenen essen. Mutter, Vater, Geschwister und enge Verwandte sind die wichtigsten Vorbilder und legen schon in den ersten drei Lebensjahren den Grundstein für das Ernährungsverhalten im späteren Leben. Was die Eltern nicht vorleben, wird der Nachwuchs nicht annehmen. Die angeborene Vorliebe für die Geschmacksrichtung „süß“ kann helfen, die Kinder bereits früh für Gemüse zu begeistern: Karotten, Erbsen, Mais und rote Paprika zum Beispiel essen schon die Kleinen gerne, wenn sie angeboten werden.

Kinder werden zu Forschern und entdecken wie sich frische Lebensmittel anfühlen (© Bayerisches Staatsministerium StMELF)

Kinder werden zu Forschern und entdecken wie sich frische Lebensmittel anfühlen (© Bayerisches Staatsministerium StMELF)

Gläschenkost einfach selbst gemacht

Eine vielseitige, gesunde und ausgewogene Ernährung schon im Säuglingsalter scheitert oft an den Hürden des Alltags, denn gerade Berufstätige leiden unter chronischem Zeitmangel und kochen immer seltener. Dabei können einfache Gerichte, die beispielsweise am Wochenende zeitsparend vorgekocht, danach eingefroren und wieder erhitzt werden, den Geschmackssinn bereits ab dem ersten Lebensjahr positiv prägen. Zu diesem Schluss kommt das Forschungsprojekt „Baby Gourmet“, das untersucht hat, wie sich der Verzehr von tiefgekühlter Babynahrung auf die Akzeptanz der Babys gegenüber unbekannten Lebensmitteln auswirkt: In den ersten drei Monaten der Beikostfütterung erhielt eine Gruppe von Babys Gemüse-Kartoffel-Fleischbrei als herkömmliche Gläschenkost, die andere die im Rahmen des Projekts frisch zubereiteten und anschließend eingefrorenen Breie.

Das Ergebnis: Babys der Tiefkühl-Gruppe sind am Ende des Versuchszeitraums experimentierfreudiger und essen größere Mengen von einem unbekannten Brei als Babys der Gläschen-Gruppe. Auch nach Einschätzung der Mütter sind die Babys aus der Tiefkühl-Gruppe einem neuen Brei gegenüber offener – das könnte die Akzeptanz für gesunde gemischte Kost erleichtern.

Alle Informationen zu den Bayerischen Ernährungstagen findet ihr unter www.ernährungstage.de.

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