Chris am 16. Juni 2009
hipp tester für gratisprobe bio babymenü

Quelle: Hipp Aktion auf rund-ums-baby.de

Das Bio Menü im neuen Plastikbecher ist offenbar Hipp’s Antwort auf Nestle NaturNes. Um die Markteinführung seiner neuen Verpackung anzukurbeln, hat Hipp (genau wie vor ein paar Wochen Nestle) eine Testesser-Aktion gestartet. Man kann sich bis zum 30. Juni 2009 per Online-Fragebogen “bewerben” und gehört dann vielleicht zu den 100 Gewinnern, die (eine?) Gratisprobe Hipp Biomenü im Babybecher erhalten. Unter den ausgewählten Testern, die einen Fragebogen zurückschicken, verlost dann Hipp nochmal nicht näher genannte Preise. Ich finde ja, das ist reichlich viel Aufwand für eine Gratisprobe Babynahrung. Aber ich sehe die Marketingmethoden von Hipp sowieso kritisch.

Wenn ich die Pressemitteilung richtig verstehe, ist in den Plastikbechern genau das gleiche Biomenü wie in den bekannten Gläschen.

Wer das Bio-Menü oder besser die neuen Plastikbecher ausprobieren möchte, könnte es ab irgendwann im Juni auch einfach im Laden kaufen. Wer bei Hipp im Online-Shop für mindestens 15,00 Euro bestellt, bekommt im Moment einen Becher Bio Menü gratis dazu – lohnen tut sich das allerdings kaum, da man bei Hipp im eigenen Shop natürlich den vollen Preis zahlt. Wer sonst in den Supermärkten und Drogerien auf Angebote achtet, spart mehr, wenn er seine Babynahrung zum Aktionspreis kauft.

Ansonsten ist es mit Babynahrung ja ein bisschen wie mit Waschpulver oder Cola – wenn man nicht nur selber kochen will, muss man sich wohl oder übel für eine Marke entscheiden, obwohl in den letzten Test von Babymenüs der Stiftung Warentest oder Ökotest (5/2009) fast alle Babymenüs nicht besonders gut abschneiden und oft zuviele Zutaten enthalten.

Die AOK verrät uns übrigens die Testsieger und hat genau wie die Stiftung Warentest noch ein paar Empfehlungen für Babys erstes Menü und Tipps zum Selberkochen zusammengestellt.

Wir werden in etwa einem Monat mit Babybrei anfangen und uns mit dem Thema sicher noch eingehend beschäftigen. Eine Sache würde mich wirklich interessieren. Nestle und Hipp sind der Meinung “darauf haben Mütter nur gewartet” – ist das wirklich so? Ist Babybrei im Plastikbecher besser oder praktischer als im Gläschen? Wo soll da der Vorteil sein? Hat jemand die neuen Babymenüs von NaturNes oder Hipp schon ausprobiert?


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4 Kommentare lesen to “Hipp-Aktion: Tester für Biomenü”

  1. Blogolade sagt:

    Ich sehe die Plastikbecher kritisch.

    Klar, bei Gläsern ist die Bruchgefahr größer (uns ist noch keins kaputt gegangen und das in 18 Monaten mit Gläsern) aber dafür sind sie geschmacksneutral (!) und besser für die Umwelt.

    Von NaturNes haben wir bei dm demletzt einen Becher Apfelmus geschenkt bekommen. Den habe ich selbst gegessen und der war Geschmacklich gut. Ohne Zuckerzusatz und trotzdem nicht sauer.

    Im beiliegenden Prospekt über die neue NaturNesreihe schrieb die Fa. Nestle, dass die Becher in der Mikrowelle aufwärmbar sind (was ist mit BPA?) und die Deckel wiederverschließbar sind. Die Schale an sich ist aber aus so weichem, dünnen Plastik, dass sie nicht wirklich wieder verwendbar sind und wenn man nur eine Teilmenge entnommen hat und bspw den angefangenen Becher unterwegs mitnimmt, kann er durch das weiche Material genauso, wenn nicht noch schneller aufgehen als ein angebrochenes Breiglas.

    Ich werde aus Prinzip weiter Gläschen kaufen (zumindest solange Tochterkind sich weigert, am Tisch mitzuessen) in der Hoffnung, dass sich die Kunstoffdinger nicht durchsetzen.

  2. Chris sagt:

    Hallo Blogolade, danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich bin da ja auch skeptisch bei den neuen Verpackungen und seh das wie Du. Ich bin eigentlich immer für neue Dinge zu begeistern, aber bei Babygläschen wird es schon auch seinen Grund haben, dass es bisher immer Gläser statt Plastik waren. Dazu kommt noch der höhere Preis für den gleichen Brei, ich kann da bis jetzt keinen Vorteil erkennen. Aber vielleicht hat ja jemand auch schon gute Erfahrungen mit den Plastikbechern gemacht ;)

  3. Wir haben als Ersatz immer ein paar Gläschen stehen – auch die Plastikbecher haben wir probiert. Rein praktisch sehe ich da sehr wenig Unterschiede. Ob Plastik schlechter ist, kann ich nicht beurteilen. Bei selbst gemachtem Essen ist man jedenfalls sicher. Aber auch hier ist zu überlegen, ob man dieses in einer (Platik)-Box einfrieren sollte.

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