Die 10 besten Tipps zum Strom sparen beim Wäsche waschen

Mit einem Baby ändert sich ja so einiges im Haushalt und Alltag, der neue Mitbewohner macht sich meist bald auch auf der Stromrechnung bemerkbar. Klar, manchmal kommt man aus dem Waschen gar nicht mehr raus und Waschmaschinen und Trockner gehören nun mal zu den größten Stromverbrauchern. Ich hab mich nun schon öfter gefragt, wie man beim Waschen möglichst wenig Strom verbraucht und dabei trotzdem die Babywäsche auch sauber bekommt, wenn mal wieder die Windel geplatzt ist.

Jetzt habe ich ein paar offene Fragen endlich mal recherchiert und möchte meine gefundenen Tipps und Antworten zum Thema Wäsche natürlich gerne auch an euch weitergeben, vielleicht findet ihr ja  sogar noch ein paar Einsparmöglichkeiten für euch.

Energieverbrauch ausrechnen und vergleichen

energieffizienz

Quelle: Initiative Energieffizienz

Hinter dem sperrigen Namen Initiative EnergieEffizienz für private Haushalte verbirgt sich eine vom Bund geförderte Initiative der großen Energieunternehmen. Neben wissenswerten Informationen zum Strom sparen im Haushalt gibt es verschiedene Energiespartipps zum Download und diesen tollen Check Waschen und Spülen mit dem man mit ein paar Klicks seine Stromkosten pro Jahr für Waschmaschine und Trockner oder andere Haushaltsgeräte rausfindet. Außerdem gibt es Einkaufschecks, Empfehlungen für Geräte, Produktdatenbanken – alles komplett kostenlos.

Einen weiteren praktischen Waschrechner bietet die Uni Bonn, hier kann man ganz genau die eigenen Stromkosten, das Alter der Waschmaschine und weitere Details eingeben und bekommt dementsprechend ein noch genaueres Ergebnis.

60 Grad statt 95 Grad Kochwäsche
Je heißer das Waschprogramm, desto höher der Stromverbrauch. Mit den heutigen Waschmitteln bekommt man fast immer auch die hartnäckigen Flecken bei 60 Grad raus, die Kochwäsche hat normalerweise keine besonderen Vorteile. Wenn es mal wirklich üble Flecken sind, hilft vorheriges Einweichen und Fleckentferner. Wir waschen sowas wie Bettlaken, Windeln und Wickelunterlagen aber doch meist mit Kochwäsche. Auch bei ansteckenden Krankheiten gehört die weiße Wäsche durchgekocht – ab und zu (mindestens 2x im halben Jahr oder bei Geruchsbildung) ist das Kochprogramm auch zur Reinigung der Waschmaschine sinnvoll.

40 Grad statt 60 Grad
Bis zu 40 Prozent Energie lassen sich bei 40 Grad Wäsche gegenüber 60 Grad sparen. Für die meisten Fälle reichen 40 Grad bei bunter Wäsche völlig aus. Bei 30 Grad wird nur noch ein Drittel des Strom im Vergleich zur 60 Grad Wäsche benötigt.

Wäscheständer und Wäscheleine statt Wäschetrockner
Eigentlich klar, Wäschetrockner verbrauchen sehr sehr viel Strom – das drei- bis vierfache wie beim Waschen der gleichen Menge. Man kann hier also einiges an Strom sparen, wenn man die Wäsche an der Luft trocknet. Bei trockenem Sommerwetter geht das am Fenster oder auf dem Balkon sogar deutlich schneller als im Trockner.

Richtig Trocknen
In einem extra beheizten Trockenkeller oder Trockenraum wird mehr Energie verbraucht, als in einem Trockner (Quelle: Uni Bonn Haushaltstechnik). Das ist besonders interessant, wenn Nachbarn im gemeinschaftlichen Wäscheraum des Hauses euch das nächste Mal vorwurfsvoll erzählen, sie hätten keinen Trockner, weil das wäre ja Energieverschwendung – aber die Heizung im Gemeinschaftswaschkeller bis zum Anschlag aufdrehen. Energiesparender ist es nur, wenn die Wäsche im ungeheizten Raum getrocknet wird.

Richtige Schleuderzahl
Hier kommt es darauf an: wenn man an der Luft trocknet, reichen auch weniger Umdrehungen. Wenn man aber im Trockner trocknet, dann ist es energiesparender, mit möglichst hoher Drehzahl zu schleudern (mindestens 1200, manche Waschmaschinen schaffen 1800 Umdrehungen/min), dann muss sich der Wäschetrockner später nicht mehr so abmühen und verbraucht weniger Strom. Vorausgesetzt natürlich, die Wäsche macht das hohe Schleuderprogramm mit.

Nicht übertrocknen
Wenn schon im Trockner trocken, dann nicht zu trocken. Moderne Geräte haben zwar Feuchtigkeitssensoren, aber oft reicht z. B. bügeltrocken statt schranktrocken. Die Wäsche sollte etwa gleich dick sein, sonst drehen die dünneren Teile unnötige Extra-Runden im Trockner. Eine regelmäßige Wartung des Trockners erhöht die Effizienz. Am besten jedes Mal das Flusensieb reinigen, dort sammelt sich schnell einiges an.

Waschmaschine immer optimal befüllen
Ganz klar, ein Waschprogramm läuft durch und verbraucht den gleichen Strom, egal ob man nur einen Babyschlafsack oder einen ganzen Wäschekorb in der Maschine hat, deshalb ist es am effizientesten, die Waschtrommel immer optimal zu befüllen. Wieviel das genau ist, steht im Handbuch der Waschmaschine. Zu voll mindert die Waschleistung. Daumenregel: eine Handbreit Platz sollte schon noch sein.

Das Waschprogramm 1/2 spart nicht die Hälfte Strom
Wenn nur wenig Wäsche da ist, ist man ja schon manchmal versucht, die Sportsachen mit dem Waschprogramm 1/2 zu waschen. Hier wird zwar weniger Wasser und Strom verbraucht, aber im Verhältnis zur geringen Menge immer noch viel. Sinnvoller ist immer die volle Beladung der Waschmaschine.

eu-label

EU-Label Energieeffizienz

Neue Waschmaschinen verbrauchen viel weniger Strom
Moderne Waschmaschinen sind deutlich energiesparender als Modelle von vor 10 Jahren, der Unterschied bei den Stromkosten kann leicht 50 Euro im Jahr ausmachen, hier könnt ihr die Ersparnis mit Hilfe des Waschrechners ausrechnen. Beim Kauf einer Waschmaschine sollte man darauf achten, dass die neue Maschine mit dem Energieetikett A für besonders geringen Verbrauch an Wasser und Strom gekennzeichnet ist (alle Infos über das EU-Label hier). Einige Waschmaschinen haben neuerdings sogar schon ein 20 Grad Programm für Kaltwäsche. Eventuell lohnt es sich, über eine Neuanschaffung nachzudenken, der Neukauf kann sich schnell rentieren.

Quellen:
Initiative EnergieEffizienz
Uni Bonn Wasch-Tipps
Uni Bonn Haushaltstechnik Waschrechner

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Antworten auf

  1. Babsi 18. November 2010 an 11:02 #

    Oder man spart einfach Strom indem man in den Waschkeller geht und dort seine Wäsche wäscht :-D

  2. Katrin 26. Juni 2009 an 15:27 #

    Haha, das hast Du schön geschrieben. Ich persönlich plädiere auch immer für neu und sparsam, wenn denn möglich… Die Leute müßten mal alle ein paar Energieverbrauchsoptimierer ins Haus lassen-wär vielleicht auch ne schöne Geschäftsidee. Man wird nur bezahlt, wenn denn auch gespart wird… LG Kaddi

  3. Chris 25. Juni 2009 an 20:55 #

    Ja, da hast Du natürlich nicht unrecht mit Deinen Bedenken. Aber ob sich das lohnt, kann man recht einfach ausrechnen. Unsere Waschmaschine ist 7-8 Jahre alt, eine neue würde gerade mal 35,- Euro Ersparnis bringen. Eine neue macht da natürlich keinen Sinn.

    Bei einer 15 Jahre alten Maschine beträgt der Mehr-Stromverbrauch schon 115 Euro. Eine gute Markenwaschmaschine von Bauknecht Energieklasse A (nur ein Beispiel) gibt es bei Amazon schon für 375 Euro. Nach dreieinhalb Jahren hätte man das Geld wieder reingespart. Auch eine 5 Jahre alte gebrauchte mit besserer Energieeffizienz macht vielleicht Sinn, sonst wäscht man irgendwann das Geld zum Fenster raus ;)

  4. Katrin 25. Juni 2009 an 13:38 #

    Hallo Chris, die Tipps kenne und beherzige ich alle. Und trotzdem ist man in seinem Sparbegehren schon an der Grenze und trotzdem sind die Rechnungen nicht erschlagend, aber laut vieler Rechnungen und Vergleichshaushalten zu hoch. Und in der heutigen Zeit finde ich die Tipps, erst mal zu investieren, bevor man spart, auch immer so zweischneidig. Gerade Familien mit Kindern können sich keine neue Wama leisten und das wird von Ämtern auch nicht gefördert, schließlich gibt es einen Gebrauchtwarenmarkt. Grundsätzlich ist es auf jeden Fall richtig, beim Kauf der Wama auf Energieeffizienz zu schauen. LG Kaddi

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