Das natürliche Wachstum eures Babys

In den ersten 36 Monaten wachsen Babys rasant. Mit zwei Jahren hat ein Baby seine Körpergröße bereits verdoppelt. Es ist deshalb ganz normal, dass sich Eltern Sorgen um die Babyentwicklung machen und ob diese sich normal verhält oder nicht. Die Angst, Auffälligkeiten zu übersehen, ist jedoch meistens völlig unbegründet. Wir haben für euch einige Informationen rund um das natürliche Wachstum des Babys zusammengestellt.

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Was beeinflusst das Wachstum?

Jedes Baby wächst in seiner ganz individuellen Geschwindigkeit, die von vielen verschiedenen Faktoren abhängig sein kann. So können zum Beispiel eine Frühgeburt, eine Mehrlingsschwangerschaft oder auch der allgemeine Verlauf der Schwangerschaft schon erheblichen Einfluss auf das Wachstum des Babys nehmen. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Durch sie wird das Kind mit den nötigen Nährstoffen versorgt, die es zum Wachsen braucht, weshalb das gesunde Wachstum auch von optimaler Nahrung abhängt. Im gleichen Maße kann sich auf die Entwicklung eine leichte Erkrankung des Kindes auswirken. Das Wachstum kann sich in dieser Zeit verringern. Sobald das Baby jedoch wieder gesund ist, wird sich die Wachstumskurve wieder einpendeln.

Ist das normal – oder muss man sich Sorgen machen?

Wenn euer Baby kurz nach der Geburt abnimmt, braucht ihr euch keine Sorgen machen – es ist ganz normal. Das Baby muss erst lernen, sich an ein Leben außerhalb des Bauches anzupassen. Der Gewichtsverlust ist hauptsächlich durch den Abbau von überschüssigem Wasser bedingt. Deshalb kann es bis zu zehn Prozent seines Körpergewichtes verlieren, ohne dass ihr euch Sorgen machen müsst. Nach zirka 14 Tagen sollte euer Kind das Geburtsgewicht wieder erreicht haben und ab dann regelmäßig zunehmen.

Dabei sind jedoch auch Schwankungen ganz normal. Jedes Kind entwickelt sich anders, deshalb sind auch die Entwicklungsphasen nicht immer gleich. Wenn euer Kind also regelmäßig trinkt und auch sonst aktiv ist, müsst ihr euch in der Regel keine Sorgen machen – jedes Kind findet seine eigene Wachstumsgeschwindigkeit. Natürlich könnt ihr euch, um sicher zu gehen, auch an einen Arzt wenden.

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Was können Gründe für ein verzögertes Wachstum sein?

Die Babyentwicklung verläuft normal, wenn sie sich innerhalb der Perzentilenkurve befindet – es ist nicht immer schlimm, wenn das Baby unterhalb der Wachstumskurve liegt. Aber was ist der Grund, wenn sie deutlich davon abweicht? Für ein verzögertes Wachstum gibt es viele verschiedene Ursachen. Diese können primär medizinischer Natur sein. Beispiele dafür sind etwa eine genetische Veranlagung, eine hormonelle Wachstumsstörung, eine Stoffwechselerkrankung oder eine Fehlernährung während der Schwangerschaft.

Wenn der Arzt diese Ursachen ausschließen kann, spricht man von einem Spätentwickler. Diese Babys haben eine sogenannte „Gedeihstörung“ und brauchen einfach länger, um zu wachsen. Sie werden aber mit der Zeit alles aufholen.

Perzentilkurve für die altersgerechte Entwicklung. (Quelle: WHO/BFR)

Unterscheidet sich das Wachstum von Flaschenkindern und Stillkindern?

Zunächst nehmen Stillkinder schneller zu als Babys, die mit Milchnahrung gefüttert werden. Dies ändert sich aber ab dem dritten Lebensmonat. Ab dann nehmen Flaschenkinder rascher zu. Dieser Unterschied zeigt sich besonders deutlich, wenn die Babys ein halbes Jahr alt sind. Flaschenkinder wiegen zu diesem Zeitpunkt etwa fünfhundert Gramm mehr als Stillkinder.

Wie beobachtet man das Wachstum?

Schon direkt nach der Geburt werden zum ersten Mal die Körperlänge und das Gewicht des Babys vermessen. Danach folgen regelmäßige Routineuntersuchungen beim Kinderarzt. Dabei erfasst der Arzt die Körperlänge, den Kopfumfang und das Gewicht eures Babys. Die Ergebnisse werden in ein Diagramm (die Wachstumskurve) eingetragen. So erkennt man, ob sich das Wachstum normal verhält.

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Auch zuhause kann man sich einen Überblick über Babys Entwicklung verschaffen, indem man allgemeine Wachstumsdaten mit der Entwicklung des eigenen Babys vergleicht. Mit der Wachstumskurve von babyservice.de hat man die Möglichkeit, die Entwicklung in einem automatischen Tool zu überwachen. Dazu muss man nur die neuesten Messwerte des Kindes eingeben. So kann man das Wachstum des Babys immer im Blick behalten.

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