Rückruf: Millionen mit Fipronil belastete Eier gefährlich für Kinder (Update: so erkennst du, ob eure Eier betroffen sind)

Das Agrarministerium Niedersachsen warnt derzeit vor mit dem Insektizid Fipronil belasteten Eiern aus Erzeugerbetrieben in Belgien und den Niederlanden, die bundesweit in den Handel gelangt sind. Inzwischen ist auch mindestens ein deutscher Herstellerbetrieb bekannt geworden. Es handelt sich um etwa 10 Millionen Eier.

Die Discounterketten Aldi Nord und Aldi Süd, Rewe, Penny sowie Lidl verhängten einen Verkaufsstopp aller niederländischer Eier. Weitere Eier wurden aus dem Handel genommen, die an Kaufland und Real verkauft wurden. Unter den belasteten Chargen sind auch Eier aus Biohaltung.

Rückruf: Millionen Eier mit Insektizid Fipronil belastet© Symbolfoto: nilswey / Panthermedia

Rückruf: Millionen Eier mit Insektizid Fipronil belastet© Symbolfoto: nilswey / Panthermedia

Anhand der folgenden Printnummern auf den Eiern könnt ihr prüfen, ob eure Eier betroffen sind:

Kunden von Real sollten laut RP Online bereits gekaufte Eier mit den Printnummern 2-NL4332602 (Mindesthaltbarkeitsdatum 9.8., 12.08., 13.08., 16.08., 18.08.2017) oder 1-DE-0357731 (Mindesthaltbarkeitsdatum 6.8., 8.8., 11.08.) nicht verzehren, sondern in die Märkte zurückbringen.

Das Insektizid Fipronil ist in Lebensmitteln nicht zugelassen, da es in hoher Dosis Schäden an Leber, Schilddrüse oder Niere verursachen könnte, sagte eine Sprecherin der niederländischen Lebensmittelaufsichtsbehörde NVWA laut Spiegel. Der Verzehr der Eier sei daher für Kinder laut Bundesinstitut für Risikobewertung nicht zu empfehlen, für Erwachsene ginge jedoch keine Gefahr aus. Das niedersächsische Agrarministerium empfiehlt deshalb die Rückgabe der Eier, die in den Handel gelangt und verkauft worden sind.

Die Nummern der niederländischen Prüfbehörde lauten (Stand 3. August 2017):

  • X-NL-40446XX
  • X-NL-40534XX
  • X-NL-40709XX
  • X-NL-41176XX
  • X-NL-41205XX
  • X-NL-41437XX
  • X-NL-42068XX
  • X-NL-42206XX
  • X-NL-42736XX
  • X-NL-42775XX
  • X-NL-43154XX
  • X-NL-43224XX
  • X-NL-43425XX
  • X-NL-43434XX
  • X-NL-43651XX
  • X-NL-43780XX
  • X-NL-43925XX
  • X-NL-41679XX
  • X-NL-42071XX
  • X-NL-42659XX
  • X-NL-42766XX
  • X-NL-43113XX
  • X-NL-43326XX
  • X-NL-43514XX
  • X-NL-43640XX
  • X-NL-43835XX
  • X-NL-43879XX

Ebenfalls sind vom NRW-Umweltministerium bei Eigenkontrollen festgestellte Nummern:

  • 2-NL-4015502
  • 0-NL 4392501
  • 0-NL 4385501
  • 1-NL 4128604
  • 1-NL 4286001
  • 0-NL-4170101
  • 1-NL-4339301
  • 1-NL-4385701
  • 1-NL-4331901

Mittlerweile wurde auch die erste Nummer eines deutschen Betriebes bekannt:

  • 1-DE-0357731

Quelle: Agrarministerium: Mit Insektizid belastete Eier aus Belgien und den Niederlanden zurückgeben

Antworten auf

  1. Sarah S. 5. August 2017 an 08:30 #

    Danke für die ganzen Nummern!

  2. Nadine 5. August 2017 an 06:25 #

    Was ist mit Mayonnaise und alle Waren, in denen Eier mit verarbeitet wurden?

    Ich stille. Gelangt der Stoff Fibronil in die Muttermilch?

    • Chris 7. August 2017 an 10:27 #

      Hallo Nadine,
      zum Thema Fipronil und Muttermilch gibt es leider noch keine klaren Aussagen. Nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand ist eine akute
      gesundheitliche Gefährdung einschliesslich Kindern selbst bei direktem Verzehr unwahrscheinlich. Hier auf der Seite des Bundesamtes für Risikobewertung gibt es erste Analysen und eine Verbraucher-Hotline, bei der du mal nachfragen könntest_
      http://www.bfr.bund.de/de/start.html – ich hoffe, das hilft dir etwas weiter. LG Chris

  3. Marry Winchester 3. August 2017 an 08:15 #

    Aber in Schleswig Holstein nicht oder ???

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