Neu: Buggys im Test 2016 – nur wenige sind gut

Der neue Buggy Test für 2016 ist da: In ihrer April-Ausgabe hat die Stiftung Warentest insgesamt 15 Buggys in getestet. Bekannte Marken wie ABC Design, Knorrbaby, Quinny, Hauck und Chicco wurden auf die Kriterien „Sicherheit“, „Kindgerechte Gestaltung“, „Handhabung“ „Haltbarkeit“und „Schadstoffgehalt“ geprüft.  Von den 15 getesteten Modelle schnitten nur fünf mit „Gut“ ab, sieben Buggys wurden mit „Befriedigend“ bewertet und drei aufgrund von Schadstoffen in ihren Bezügen bzw. aufgrund von Sicherheitsmängeln nur mit „Mangelhaft“.

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Ergebnisse und Testsieger:

 

Für die 4 besten Modelle bezahlt man zwischen 250 und 310 Euro (MacLaren, Nuna, Baby Jogger, Peg Perego). Der Knorr-Baby mit dem Urteil „Gut“ ist bereits ab 109 Euro zu haben, ist aber im zusammen gefalteten Zustand nicht sehr platzsparend.

Fünf der getesteten Buggys (Cool Baby, Knorr-Baby, Nuna, Recaro, ABC Design) eignen sich nur für durchschnittlich große Kinder bis ca. zweieinhalb Jahre, da die Rückenlehnen zu kurz sind bzw. die Sitze so tief sind, dass die Beinchen aufliegen. Außerdem lassen sich bei keinem Buggy die Sitze komplett flach legen. Für Kinder, die noch nicht eigenständig sitzen können, bedeutet das eine übermäßige Beanspruchung des Haltungsapparates. Der Quinny bekommt Kritik wegen der nur befriedigenden Handhabung und kindgerechten Gestaltung, da die Höhe  der Schieber nicht verstellbar ist und der Sitzkomfort nur ausreichend ist, was zur Abwertung durch die Tester führte. Die Schieberhöhe ist ein generelles Problem vieler Buggys, die für große Eltern oft ungeeignet sind.  Ärgerlich für die Kinder: Kein Buggy bietet verstell­bare Fußstützen an, so dass die Füsschen teilweise in der Luft hängen.

Die getesteten Modelle

Knorr-Baby Vero XL Happy Colour (gut)
Maclaren Techno XT (gut)
Peg Perego Pliko P3 Compact Classico (gut)
Nuna Pepp Luxx (gut)
Baby Jogger Vue Lite (gut)
ABC Design Takeof (befriedigend)
Chic 4 Baby Lido (befriedigend)
Quinny Zapp Xtra² (befriedigend)
Cool Baby Jan (befriedigend)
Joie Nitro (befriedigend)
Recaro Easylife (befriedigend)
TFK Dot (befriedigend)
Hauck Shopper Comfortfold (mangelhaft)
Kiddy City’n Move (mangelhaft)
Chicco Lite Way (mangelhaft)

Der ausführliche Test „Buggys“ mit allen Einzelbewertungen erscheint in der April-Ausgabe der Zeitschrift test(ab 24.03.2016 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/buggy abrufbar.

Die Testsieger

Der Nuna Pepp und der MacLaren überzeugen mit sehr guter Haltbarkeit, praktikabler Handhabung und Stabilität ebenso wie mit guten Noten bei der Schadstoffprüfung. Bei beiden sind außerdem die Griffe höhenverstellbar.

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Von Links oben nach rechts unten: Vue Lite, Mac Laren Techno XT, Nuna Pepp, Peg Perego Pliko P3

Die Testverlierer

Kritik von Stiftung Warentest gab es an den getesteten Modellen von Chicco, Hauck und Kiddy. Vor allem die Schadstoffbelastung wird bemängelt, die weit über den Normen liegt und damit speziell bei Hauck und Chicco zur Abwertung führt. Die darin gefundenen kurz­kettigen Chlorparaf­fine machen Kunststoffe weich, stehen aber auch in Verdacht, Krebs zu erzeugen. Die Stoffe sind von der Natur nicht abbaubar und reichern so die Böden, Gewässern und Organismen an – ebenso Mensch und Tier. Werdende Mütter könnten die Schad­stoffe über die Haut aufnehmen und sie mit der Muttermilch an ihr Baby weitergeben. Laut Stiftung Warentest wurde Hauck der Mess­wert vorab mitgeteilt. Das Unternehmen habe reagiert und ruft nun alle Buggys des Typ Shopper Comfortfold aus 2015 zurück. Das Produktionsdatum finden Eltern auf einem Aufkleber an der Unterseite des Buggys. Eltern können diese Buggys zum Händler zurückgeben und bekommen den Kaufpreis zurückerstattet.

Im vergangenen Jahr hatte bereits die Zeitschrift Öko-Test Buggys getestet:

8 Buggys im Test der Öko-Test 2015

Die Öko-Test untersuchte für die Ausgabe Mai 2015 acht Buggys auf ihre Stabilität und Inhaltsstoffe. Geprüft wurden bekannte Marken wie der Hauck Buggy und der MacLaren, aber auch unbekannte Hersteller wie der Babycab Buggy. Das Ergebnis zeigt, dass die meisten Buggys relativ stabil sind und den Belastungen des Alltags standhalten. Allerdings fanden die Tester in vielen Modellen auch Schadstoffe. Für einen Buggy gab es deshalb sogar nur das Prädikat „ungenügend“ und das Gesamturteil „nicht verkehrsfähig“.

Buggys im Test 2015

Ökotest hat acht Buggys getestet © Thinkstock

Die getesteten Modelle

Alle acht getesteten Modelle sind gefedert, besitzen einen Korb für Kleinkram und eine Möglichkeit, bei der das Kind in die Liegeposition beziehungsweise Schrägposition gebracht werden kann:

  • MacLaren Techno XT Charcoal (befriedigend)
  • Moon Buggy Kis, Mud (befriedigend)
  • Trends for Kids Buggy Dot, schwarz (befriedigend)
  • Chicco Buggy London Up, Blue Wave (ausreichend)
  • Hauck Buggy Sprint, SP 15 Moonligjt Everglade (ausreichend)
  • Kiddy Buggy City´n Move, Walnut (mangelhaft)
  • Koelstra Buggy Simba T3, rot (mangelhaft)
  • Babycab Buggy Aron, rot (ungenügend)

Die Testsieger

Der MacLaren und der Moon überzeugten die Tester in der Praxisprüfung auf Handhabung und Stabilität. Der MacLaren hat dazu den Vorteil, das die Griffe höhenverstellbar sind. Das Verdeck eignet sich als Sonnen- und Regenschutz und ist weit verstellbar. Auch die Beinauflage kann verändert werden. Beim Moon gibt es einen extra Schiebebügl, die Rückenlehne ist einfach verstellbar. Die hinteren Räder sind gut gefedert. Doch trotz der überzeugenden technischen Details gibt es von der Ökotest Punkte Abzug in Sachen Inhaltsstoffe. Die Kunststoffteile sind zum Teil stark mit Schadstoffen belastet. Im McLaren wurden Ersatzweichmacher gefunden und phosphororganische Verbindungen sind erhöht. Das Teilergebnis der Inhaltsstoffe lautet daher auch nur „ungenügend“.

Die Testverlierer

Die Kritik der Ökotest zielt bei allen Modellen hauptsächlich auf die Schadstoffe. Demnach sind vor allem die Griffe und Fußstützen voller ungesunder Stoffe. Sieben der acht getesteten Buggys bekamen im Bereich Schadstoffe nur ein ungenügend. Mit 49,90 Euro war der Babaycab Buggy Aaron das günstigste Modell. Allerdings fanden die Tester hier den Weichmacher DEHP mit stark erhöhten Werten. Nach den Vorgaben der EU ist dieses Phthalat wegen seiner hormonellen Wirkung in Spielzeug und Babyprodukten nicht zulässig und hätte demnach auch nicht verkauft werden dürfen. Die Tester stuften den Buggy in ihrem Gesamturteil als „nicht verkehrsfähig“ ein. Bei einigen anderen Wagen wurde im Polyestergewebe der hautreizende Stoff Animon nachgewiesen, etwa im Kiddy Buggy City´n Move oder im Koelstra Buggy Simba. Der bei vielen Eltern bekannte Hauck Buggy Sprint ist mit knapp 70 Euro der zweit günstigste Wagen. Er erhielt in Handhabung und Stabilität gute bis sehr gute Ergebnisse. Im Testergebnis Inhaltstoffe gab es allerdings nur ein „ausreichend“. Die phosphororganischen Verbindungen waren erhöht und es fanden sich optische Aufheller. Außerdem störten die Tester scharfe Ecken und Kanten am Haltebügel.

Tipps für den Kauf eines Buggys

Die Ökotest rät Eltern, den Buggy zusammen mit ihrem Kind auszusuchen. So können sie heraus finden, ob der Wagen für die Eltern und das Kind komfortabel ist. Außerdem sollten Käufer bedenken, dass Buggys für ebene Flächen konzipiert sind. Wer vor hat, mit dem Buggy Spaziergänge über Stock und Stein zu machen, sollte sich nach einem Modell mit breiteren Reifen umsehen.

Alle Ergebnisse von Buggys im Test 2016 könnt ihr hier nachlesen.

Wer sich außerdem für Kinderwagen im Test interessiert, kann sich in unserem Artikel noch einmal über die aktuellen Ergebnisse informieren.

Das Öko-Test-Magazin Mai ist seit dem 24. April 2015 für 4,50 Euro im Handel erhältlich.

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