Trinklernbecher im Vergleich

Irgendwann kommt der Punkt, an dem für das Baby die Brust beziehungsweise das Fläschchen mit der Milch nicht mehr ausreichend sättigend ist. Die Zeit der Beikost beginnt, und zum ersten Mal kommt auch die Frage nach zusätzlicher Flüssigkeit in Form von Wasser oder Tee auf. Zu Beginn der Beikostzeit reichen Brei und Milch noch völlig aus, um den Flüssigkeitsbedarf zu stillen. Wenn man täglich Brei reicht, sollte auch Flüssigkeit dazu angeboten werden. Zu Anfang ist der Bedarf an zusätzlicher Flüssigkeit noch gering. Wenn man mit Brot und anderer fester Nahrung beginnt, steigt der Bedarf. Die Experten des Netzwerks Junger Familie empfehlen circa 600ml Flüssigkeitszufuhr am Tag bei Erreichen des ersten Lebensjahres.

avent einzeln breit

Trinklernbecher – sinnvoll?

Sobald das Kind zusätzlich trinkt, machen sich die Eltern auch Gedanken über den passenden Becher. Allgemein sollten auch kleine Kinder, mit etwas Unterstützung, schon aus Gläsern trinken können. Trinklernbecher sind also nicht absolut nötig. Allerdings können sie eine große Hilfe darstellen, wenn das Kleine sich als etwas trinkfaul herausstellen sollte. Die Aufnahme der richtigen Menge an Flüssigkeit ist wichtig. Mag das Kind nicht trinken und hat man so Schwierigkeiten, die empfohlenen Mengen zu erreichen, kann eine Trinklernflasche sehr hilfreich sein. Manche Kinder trinken aus einem Trinklernbecher deutlich besser als aus Gläsern.

Stiftung Ökotest testet Trinklernbecher

Stiftung Ökotest hat in der Ausgabe vom Oktober 2011 mehrere Trinklernflaschen unter die Lupe genommen, mit erfreulichem Ergebnis: Von den 12 getesteten Flaschen schnitten 8 mit „Sehr Gut“ und zwei mit „Gut“ ab. Nur die Schnabeltasse von Rossmann mit dem Motiv „Bienchen“ erhielt ein „Mangelhaft“, da sich während der Testphase Risse in der Tasse bildeten.

Positiv ist, dass bei keinem getesteten Produkt Schadstoffe in nennenswerter Konzentration festgestellt wurden. Nur bei der DM-Tasse Babylove wurde PAK in leicht erhöhter Menge (aber deutlich im Rahmen der gesetzlich festgeschriebenen Höchstwerte) gemessen. Dies führte zu einer leichten Abwertung auf das Urteil „Befriedigend“.

Einmal gespült, waren alle getesteten Produkte Geschmacks- und Geruchsneutral.

Was für unterschiedliche Flaschen gibt es?

Trinklernflaschen kommen in den unterschiedlichsten Farben und Formen daher. An die jüngeren Kinder richten sich die Schnabeltasse. Diese gibt es, zum Beispiel von Philips Avent, auch mit weichem und auslaufsicheren Silikonschnabel. Die seitlichen Griffbügel beim Avent Trinklernbecher lassen sich, wie auch die der meisten Schnabeltassen, später, wenn das Kind geübter im greifen des Bechers ist, entfernen.

Für etwas ältere Kinder ab circa 10 Monate ist der NUK Easy Learning 1-2-3 Becher gedacht. Der im Deckel befindliche Schnabel hat eine spezielle Passform, so dass das Kind hieraus wie aus einen Becher trinkt – dank eines Ventils ist aber trotzdem kein Auslaufen möglich. Später kann der Deckel mit einem Becheraufsatz getauscht werden, so das man einen richtigen, offenen Becher hat.

nuk easylearningbellybutton siggmam strohhalm

Ebenfalls für die etwas Älteren sind Flaschen mit Trinkhalmsystem wie der MAM Trinkhalmbecher gedacht. Hier trinkt das Kind anstelle über einen Schnabel aus einem einklappbaren Strohhalm, welcher meist aus weichem Silikon gefertigt ist. Ist der Halm weggeklappt, ist die Flasche auslaufsicher. Über den Strohhalm trinkt es sich wesentlich besser und kleckerfreier bei holprigen Bedingungen wie zum Beispiel einer Autofahrt. Daher sind diese Arten der Flaschen gerade für unterwegs gut geeignet.

Im Kindergartenalter ist der Übergang von den Trinklernbechern zu Trinkflaschen für unterwegs fließend. Spätestens mit 3 Jahren sollten Kindertrinkflaschen wie die „bellybutton“ vom Schweizer Markenhersteller SIGG kein Problem mehr darstellen.

 

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