Amtliche Warnung vor falschen Isofix-Gurten

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg hat eine öffentliche Warnung ausgesprochen, die vor der Benutzung von „Isofix-Gurten“ zur alleinigen Befestigung von Kindersitzen und Babyschalen in Autos warnen soll. Durch diese Gurte könnten Verletzungen im Falle eines Unfalls deutlich schlimmer ausfallen, von der Verwendung wird dringend abgeraten.

Diese „Isofix-Gurte“ werden von unterschiedlichen Onlineshops angeboten, die ihren Firmensitz in Asien haben. Das KBA kann darum die Käufer in Deutschland nicht ermitteln und warnt mit dieser Mitteilung alle Käufer und Interessenten. Die Gurte wurden außerdem nicht in Deutschland getestet oder zugelassen. Ein Rückruf von Herstellern ist bisher nicht bekannt.

©DEKRA Abbildung der Isofix-Gurte aus Asien

Die von der Warnung des KBA betroffenen Gurte haben mit dem bekannten Isofix-System nichts zu tun und werden lediglich so bezeichnet. Isofix ist ein besonders sicheres und einfaches Befestigungssystem für Babyschalen und Kindersitze in Fahrzeugen, bei dem eine feste Verbindung zwischen Autokarosserie und Kindersitz hergestellt wird. Das Isofix-System wurde nach der Norm ISO 13216 standardisiert und benannt. Es besteht aus zwei starren Befestigungsbügeln, die in den Haltebügeln festgeklickt werden und so den Einbau erleichtern. In Europa sind ausschließlich diese starren Bügel erlaubt, da sie getestet und standardisiert sind.

Auch die Kindersitzberatung Kindersitzprofis stellt in einem Facebookpost verschiedene missverständliche oder falsch formulierte Meldungen zu der Warnung über „Isofix-Gurte“ richtig:

Wenn ihr so einen Gurt habt – bitte nicht mehr verwenden und den Kindersitz stattdessen gemäß der Anleitung nur mit dem normalen Gurt oder einer echten Isofix-Halterung befestigen. Die Hersteller und Verkäufer sind wahrscheinlich nicht zur Rücknahme verpflichtet, es ist aber trotzdem einen Versuch wert, die Gurte mit Hinweis auf die Warnung des Kraftfahrzeug-Bundesamtes zurückzugeben.

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