Trinkflaschen für Kinder im Test – das sind die besten für Kita, Schule und jedes Alter

In vielen Familien ist die Trinkflasche immer mit dabei: zur Schule, bei Ausflügen, zum Sport, auf dem Weg zur Kita oder zu Oma und Opa. Besonders praktisch sind sie, wenn Kinder selbständig daraus trinken können und wenn sie auch im Rucksack oder Schulranzen 100% dicht halten. Trinkflaschen gibt es sehr viele – aber welche Trinkflasche eignet sich für Kinder am besten? Der Markt ist unübersichtlich, denn es gibt beinahe so viele innovative Trinkflaschensysteme wie Einsatzzwecke.

Trinkflaschen für Kinder im Test
Trinkflaschen für Kinder im Test

Wir haben selbst Kinder und kennen die Anforderungen im Alltag. Deshalb hat sich die Sparbaby-Redaktion, gemeinsam mit vielen kleinen Testern, auf die Suche nach der besten Trinkflasche für Kinder begeben. Wir haben rund zwanzig Trinkflaschen verglichen und viele ausprobiert. Zehn von ihnen haben wir in die engere Auswahl genommen und im Alltag mit Kindern getestet:

Die richtige Trinkflasche – was ist vor dem Kauf zu beachten?

Wurde zur falschen Trinkflasche gegriffen, ist der Frust oft groß. Durchnässte Rucksäcke und schweres Gewicht sind nur einige Beispiele. Deshalb gilt es vor dem Kauf, einige grundsätzliche Überlegungen anzustellen. Es gibt verschiedene Materialien, die jeweils Vor- und Nachteile besitzen. Fest steht, die Trinkflasche muss zu deinem Kind und euren Aktivitäten passen. Eines der wichtigsten Kriterien ist das Alter des Nachwuchses, denn die Verschlüsse der Trinkflaschen können kleinen Kindern einiges abverlangen. Mit diesem Artikels geben wir dir eine ausführliche Kaufberatung an die Hand, mit der die Auswahl der richtigen Trinkflasche ganz einfach gelingt.

Diese Trinkflaschen für Kinder haben wir getestet

  • Alfi (Edelstahl)
  • Sigg (Alu)
  • Klean Kanteen (Edelstahl)
  • Nuk Sportscup (Kunststoff)
  • Contigo Swish (Kunststoff)
  • Nalgene Everyday (Kunststoff)
  • Tupperware Sportfreund (Kunststoff)
  • Camelbak (Kunststoff)
  • Emil (Glas)
  • Livefactory (Glas)

Unsere Empfehlungen – die besten Trinkflaschen für Kinder

Kinder lieben bunt gestaltete Produkte und eine einfache Handhabung. Eltern legen viel Wert auf Langlebigkeit und Schadstofffreiheit. Unsere Favoriten unter den Trinkflaschen zeigen, dass beides gelingen kann:

Top Kunststoff-Trinkflaschen

Top-Empfehlung
Contigo Trinkflasche Kids
Contigo Trinkflasche Kids

Die Contigo Trinkflaschen sind unsere Top-Empfehlung, weil sie durch den cleveren "Autoseal"-Verschluß und die in der Mitte etwas verjüngte Form schon von jüngeren Kindern (ab Kita-Alter) gut zu greifen und einfach zu bedienen sind. Es kommt nur etwas raus, wenn man die Taste drückt - so dass die Flasche nicht versehentlich falsch verschlossen werden kann. Die Flasche ist dadurch auch gut für nachts z.B. neben dem Bett geeignet. Auch im Langzeittest halten unsere Contigo-Flaschen 100% dicht.

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Zuletzt aktualisiert am 26. September 2018 um 2:53 am . Die angezeigten Preise können sich inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

Contigo Swish – der robuste Allrounder: Diese Trinkflasche hat uns besonders überzeugt. Sie punktet bei Kindern durch knallige Farben und einfache Handhabung. Sie ist auch für jüngere Kinder geeignet und kann mit nur einer Hand geöffnet und geschlossen werden. Dazu hat sie einen automatischen Auslaufschutz und zeigt sich im Alltag sehr robust. Die Contigo Swish ist geruchsneutral und hat einen bequemen Trinkschlitz für die Kids. Für Schadstofffreiheit ist gesorgt, denn der neue Kunststoff Tritan kommt ohne Weichmacher aus. Besonderes Plus: Sie kann in der Spülmaschine gereinigt werden.

Für ältere Kinder
Nalgene Everyday OTF Kids
Nalgene Everyday OTF Kids

Die Nalgene Trinkflaschen sind ein bewährter Klassiker und in vielen Farben und Größen erhältlich, wir verwenden sie seit mehreren Jahren. Der Einhand-Druckverschluss mit der Feststelllasche hält dicht, lässt sich aber für jüngere Kinder und Schulanfänger schwer öffnen und schließen. Am besten ausprobieren!

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Zuletzt aktualisiert am 26. September 2018 um 2:53 am . Die angezeigten Preise können sich inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

Nalgene Everyday – die Empfehlung für ältere Kinder: Auf den ersten Blick überzeugt die Trinkflasche, denn sie ist in vielen Farben und Größen erhältlich. Das Material Tritan enthält keine Weichmacher und ist somit optimal für durstige Kids geeignet. Auch diese Flasche hat sich in unserem Langzeittest als sehr robust bewiesen. Kleine Stöße und Stürze können ihr nichts anhaben. Die Befüllung der Flasche gelingt über eine Weithalsöffnung. Dazu lässt sich der Deckel ganz einfach abschrauben. Mit dem Einhand-Druckverschluss soll sich die Flasche einhändig öffnen und schließen lassen. Das gelingt aber nur unseren älteren Test-Kindern, weshalb wir die Flasche ab dem Schulalter empfehlen. Wenn der Drahtbügel genutzt wird, hält sie im Schulranzen absolut dicht. Die Füllstandsanzeige ist praktisch, um Getränke mischen zu können. Nicht zuletzt kann auch die Nalgene Everyday in der Spülmaschine gereinigt werden.

Top Glasflaschen

Top-Glasflasche
Emil Kindertrinkflasche aus Glas
Emil Kindertrinkflasche aus Glas
  • Glas-Trinkflasche
  • 100% frei von Schadstoffen und Weichmachern
  • Schutz und Isolierung durch Thermobecher
  • auslaufsicher auch bei kohlensäurehaltigen Getränken
  • mit Flaschenbeutel in vielen Designs
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Zuletzt aktualisiert am 26. September 2018 um 2:53 am . Die angezeigten Preise können sich inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

Emil Glastrinkflasche für Kinder – hier kann alles rein: Die umweltschonende Glasausgabe Emil ist frei von Schadstoffen wie Bisphenol A, Phthalaten und Acetaldehyd. Die Trinkflasche ist geschmacksneutral, kratzfest und bis 60° Celsius befüllbar. Der mitgelieferte Isobecher schützt die Glasflasche vor Stürzen und isoliert die Getränke. Der Textiloberstoff ist Bio-zertifiziert und bei 30°C waschbar. So viel zu der Produktbeschreibung.

In unserem Test waren vor allem die älteren Kinder von der Trinkflasche begeistert. Die verschiedenen Designs der Schutzhüllen sind kindgerecht und erfüllen ihren Zweck. Die kleine Trinköffnung und der Schraubverschluss machen die Flasche vor allem ab dem Schulalter interessant. Das Befüllen erfordert durch die kleine Öffnung allerdings ruhige Hände. Die Emil-Flasche ist zwar spülmaschinentauglich, aber es ist gar nicht so einfach, sie in der Spülmaschine so zu positionieren, dass sie richtig sauber wird. Daher unser Tipp: Eine Flaschenbürste ist unbedingt notwendig.

Glas im Silikonmantel
Lifefactory Glas-Trinkflasche
Lifefactory Glas-Trinkflasche
  • Glas-Trinkflasche mit Silikonhülle, spülmaschinenfest
  • durch den schützenden Silikonmantel lässt sich die Flasche gut greifen
  • in vielen Farben, verschiedene Deckel (Classic, Strohhalm oder Flip Top) separat erhältlich
Unverb. Preisempf.: € 26,90 Du sparst: € 4,10 (15%) Prime Preis: € 22,80 Hier bestellen*
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Zuletzt aktualisiert am 26. September 2018 um 2:53 am . Die angezeigten Preise können sich inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

Lifefactory Glas-Trinkflasche – ergonomisch gut durchdacht: Die kleine Trinköffnung sorgt für passgenaues Durstlöschen. Der schadstofffreie Silikonmantel schützt vor Zerbrechen und macht die Trinkflasche griffig. Im Test bewiesen sich die kleinen runden Aussparungen im Silikon aber als wahre Schmutzfänger. Besonders Sand blieb gerne darin hängen. Die gute Nachricht: in der Spülmaschine wird alles restlos sauber. Zwar lässt sich die Trinkflasche nicht wie bei anderen Modellen mit einer Hand öffnen, dafür ist der Schließmechanismus (bei uns im Test: das „Flip Top Cap“) aber leichtgängig und hält dicht. Daher eignet sich das Modell von Lifefactory auch für kleinere Kinder.

Empfehlung Kindertrinkflaschen aus Metall / Alu

Top-Metallflasche
Sigg Kinder Trinkflasche mit Drehverschluss, viele Designs
Sigg Kinder Trinkflasche mit Drehverschluss, viele...

Die leichte und robuste Sigg Trinkflasche mit kindertauglichem Drehverschluss mit Schutzkappe ist auslaufsicher und auch für kohlensäurehaltige Getränke geeignet, allerdings nicht geschirrspültauglich. Gibt es in sehr vielen Designs und auch mit anderen Verschlüssen.

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Zuletzt aktualisiert am 26. September 2018 um 2:53 am . Die angezeigten Preise können sich inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

Sigg Kindertrinkflasche – schön anzusehen und hält dicht: In unserem Test konnte der ehemalige Testsieger der Stiftung Warentest (2015) vor allem durch geringes Gewicht und ihre Vielfältigkeit in den Designs punkten. Da fällt die Auswahl gar nicht so leicht, aber für wahrscheinlich jedes Kind ist ein passendes Motiv dabei. Mit und ohne Kohlensäure kann die Sigg- Flasche dicht verschlossen werden. Ausgelaufen ist sie bei uns nicht. Das Material besteht aus Alu und der Deckel aus Polypropylen. Unsere Tester haben keinen veränderten Geschmack oder Geruch wahrgenommen. Weichmacher sind nicht enthalten. Die Öffnung und Schließung des Drehverschlusses mit Staubkappe gelang im Test auch kleinen Kinderhänden.

Nachteil: Der Hersteller rät von einer Reinigung in der Geschirrspülmaschine ab, da dadurch der Aussen- und Innenlack der Trinkflasche angegriffen werden könnte. Da bleibt nur noch eine Reinigung per Hand und Flaschenbürste.

Welches Material ist für eine Kinder-Trinkflasche am besten?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn jedes Material hat Vor- und Nachteile, die wir euch im Folgenden näher vorstellen möchten.

Vorteile und Nachteile von Kunststoff-Trinkflaschen

  • leicht
  • flexibel
  • robust
  • bruchsicher
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • nicht kratzfest
  • mögliche bedenkliche Substanzen
  • Geruchsentwicklung je nach Plastikart (nicht bei Tritan)
  • nur bedingt umweltfreundlich

Welche Schadstoffe können in Kunststoffflaschen enthalten sein?

In den letzten Jahren ist vor allem Bisphenol A (BPA) negativ in die Öffentlichkeit gerückt. Die Chemikalie wird benutzt, um Plastik härter zu machen und eine erhöhte Haltbarkeit zu erreichen. Insbesondere bei Kindern besteht der Verdacht, dass die Substanz, durch eine hormonähnliche Wirkung, die körperliche Entwicklung hemmen kann. Phthalate gehören zu den Weichmachern und werden Produkten zugegeben, um sie dehnbarer, flexibler oder geschmeidiger zu machen. Einige Weichmacher können die Fortpflanzungsfähigkeit von Männern beeinflussen und sich negativ auf die Körperfunktionen auswirken.

Bei PET (Polyethylenterephtalat) – Kunststoffen kann Acetaldehyd in die Flüssigkeit abgegeben werden, die sich in der Flasche befindet. Auch diese Substanz gilt als bedenklich für die Gesundheit. Die Hersteller haben auf die potentielle Gefahr, die von den verschiedenen Substanzen ausgeht, reagiert und weitestgehend auf den Einsatz verzichtet. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, lohnt es sich über andere Materialien wie Edelstahl oder Glas nachzudenken. Oder aber du setzt auf den neuen Kunststoff Tritan.

Die neue Generation Kunststoff: Tritan

Die Trinkflaschenbranche hat ein neues Material für sich entdeckt. Tritan heißt es und vereint die Vorteile von Edelstahl, Glas, Aluminium und Plastik. Der schadstofffreie Kunststoff Tritan ist geruchsfrei wie Glas und ähnelt ihm auch optisch. Gleichzeitig sorgt das Material dafür, dass die Trinkflasche ohne Weichmacher auskommt und ein geringes Gewicht hat. Im Alltag beweist sich das Material als sehr robust, ist langlebig und spülmaschinenfest. Einen Nachteil gibt es aber doch. Trinkflaschen aus Tritan sind wesentlich teurer als die Alternativen.

Vorteile und Nachteile von Aluminium-Trinkflaschen

  • leicht
  • robust
  • Anfällig für Beulen und Risse
  • nicht spülmaschinentauglich
  • nicht transparent
  • in der Regel kleine Öffnung
  • umweltschädliche Herstellung

Das „Problem“ mit Aluminium

Trinkflaschen aus Aluminium sind beliebt, denn sie sind leicht und robust. Aluminium kann sich jedoch schädlich auf die Gesundheit auswirken. Aus diesem Grund ist jede Flasche mit einer Kunststoffschicht von innen und außen überzogen. Wenn sich kleine Risse, zum Beispiel durch einen Sturz, im Material bilden, können Alu-Partikel in die Flüssigkeit gelangen. Daher sollte selbst bei kleinen Rissen oder Zweifeln die Trinkflasche für Kinder unmittelbar ausgetauscht werden. Das ist unter Umständen ein teures Unterfangen, deshalb empfiehlt es sich, auf andere Materialien wie Edelstahl, Glas oder Kunststoff zurückzugreifen.

Vorteile und Nachteile von Edelstahl-Trinkflaschen

  • robust
  • bruchsicher
  • schadstofffrei (ohne Weichmacher)
  • „Lebensmittelecht“, es lösen sich keine Stoffe, die in die Flüssigkeit übergehen können.
  • relativ teuer in der Anschaffung
  • eher schwer
  • nicht transparent
  • Bedruckung ist häufig nicht spülmaschinenfest

Vorteile und Nachteile von Trinkflaschen aus Glas

  • frei von Schadstoffen
  • Thermo-Effekt mit entsprechender Ummantelung
  • spülmaschinenfest
  • hohe Recyclingquote
  • relativ schwer
  • nicht bruchsicher
  • Herstellung und Transport erfordert viel Energie

 

Verschlüsse als KO-Kriterium bei Trinkflaschen

Trinkflaschen für Kinder müssen vor allem eines sein: handlich. Daher fallen viele Produkte aufgrund ihrer viel zu komplizierten Verschlusstechniken heraus. Mit einem guten Produkt sollten Kinder in der Lage sein, ab einem gewissen Alter ihren Durst selbst stillen zu können. Dazu gehört, dass die Flasche eigenhändig geöffnet und wieder auslaufsicher verschlossen werden kann. In unserem Video siehst du, welche verschiedenen Arten von Verschlüssen es gibt und wie sie funktionieren:

Unsere Erfahrungen mit der Kindertauglichkeit verschiedener Verschlüsse:

Einige Produkte mit klassischen Sportverschlüssen (wie bei einer Fahrradtrinkflasche), wie zum Beispiel die „Tupperware Sportfreund“ Flasche gehört zu den Kandidaten, bei denen der Sportverschluss nur schwer geöffnet werden kann. Gleiches gilt für Nalgene Klemmverschlüsse – solche Trinkflaschen sind eher für ältere Kinder geeignet, die mit der nötigen Kraft und Technik diese Verschlüsse schon bedienen können.

Ein Problem, was viele Eltern und Kinder zur Verzweiflung treibt, sind undichte Verschlüsse. Auch wenn sie ordnungsgemäß verschlossen werden, geben manche Flaschen kontinuierlich Flüssigkeit ab und sorgen für nasse Rücksäcke und Tornister. Unsere Erfahrungen mit der Klean Kanteen: Diese Trinkflasche (mit Stopfen-Verschluß) hielt nicht dicht und kann in der Tasche auslaufen – für die Schultasche sind andere Verschlussarten besser geeignet.

Wichtig für jüngere Kinder ist nicht nur, dass die Verschlüsse dicht halten, sondern auch, das Kinder die Flasche selbst sicher wieder verschliessen können. Nichts ist ärgerlicher, als einen ganzen Ranzen Schulbücher und Hefte trocknen zu müssen, weil die Flasche in der Schultasche nicht richtig zu war, oder sich unterwegs geöffnet hat. Passiert ist uns das schon mit einer Nalgene Flasche mit Klemmbügel (der leider vergessen wurde zu schliessen), auch Sportverschlüsse oder Camelbak-Verschlüsse können schwer zu öffnen und schliessen sein oder sich zu leicht unterwegs öffnen.

Unsere Empfehlung für jüngere Kinder ab Kita-Alter sind deshalb Trinkflaschen mit Autoseal wie die Contigo Swish, die sich leicht bedienen lassen, immer „zu“ sind und kaum tropfen oder auslaufen können. Bei anderen Verschlüssen am besten vorher ausprobieren, wie dein Kind damit zurechtkommt.

Große Unterschiede: Verschlüsse bei Trinkflaschen für Kinder im Test
Große Unterschiede: Verschlüsse bei Trinkflaschen für Kinder im Test

Tipp für noch mehr Auslaufsicherheit: die Aufbewahrung in einer Seitentasche, ein Flaschenbeutel oder eine Tüte um die Trinkflasche können bei Schulanfängern die größten Überschwemmungen im Schulranzen verhindern.

Leicht zu reinigen?: Ein weiteres Kriterium, welches Trinkflaschen erfüllen müssen, ist die Hygiene. Vor allem da hapert es bei vielen Produkten auf dem Markt. Idealerweise sollte die Trinkflasche mit allen Teilen im Geschirrspüler zu reinigen sein – bei Trinkflaschen aus Aluminium wie zum Beispiel der SIGG ist das laut Hersteller nicht zu empfehlen, da sich durch die Spülmittel die Beschichtung lösen könnte und die Öffnung zu klein für eine gründliche Reinigung im Geschirrspüler, Sigg empfiehlt daher eine regelmäßige Handwäsche mit Flaschenbürste. Gleiches gilt natürlich auch für alle anderen Flaschen mit enger Öffnung. Am besten im Geschirrspüler reinigen lassen sich Weithalsflaschen aus Kunststoff oder Glas.

Vor allem Trinkflaschen mit „Strohhalm“ gelten als unhygienischer, sofern sie nicht in alle Einzelteile zerlegt werden können. Aber genau das gestaltet sich bei vielen Produkten als besonders aufwendig, so wie bei der von uns getesteten Trinkflasche von Camelbak oder Klean Kanteen, die von uns Punktabzug bekommen. Das Trinkventil kann nicht auseinandergenommen werden und wird durch keinen separaten Deckel vor Verschmutzungen geschützt. Ein weiteres Manko von integrierten Strohhalmen ist, dass Kinder gerne darauf herumbeißen. Die Ersatzteile können dann schnell ein teurer Spaß werden.

Trinkflaschen für Kinder im Test von Öko-Test und Stiftung Warentest

Was sagen Ökotest und Co? Leider mangelt es an aktuellen Testberichten. Der letzte Bericht von Öko-Test zum Thema Trinkflaschen für Kinder wurde 2013 durchgeführt. Mit dabei auch Produkte, die von uns ebenfalls getestet wurden. Der kleine Sportfreund von Tupperware konnte dort durch fehlende Schadstoffe und Dichtheit überzeugen. Auch die von uns empfohlene Sigg-Trinkflasche erhielt die Note gut. Abgeschlagen dahinter gab es die Note befriedigend für die Alfi-Trinkflasche, die auch uns nicht gänzlich überzeugen konnte. Bei Öko-Test ist sie durch einen erhöhten PAK- Wert aufgefallen.

Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) werden in Deutschland begrenzt, da sie als krebserregend gelten. Aktueller ist der „Saldo“-Test aus dem Jahr 2015. Die ersten drei Plätze wurden von Produkten der Hersteller Sigg (Traveller), Nalgene (WM Bottle Tritan) und Contigo (Addison) mit Note „Sehr gut“ belegt. Sie konnten durch Robustheit, Dichtheit und einer geringen Geruchsentwicklung überzeugen. Die Sigg Traveller konnte auch bei Stiftung Warentest im Jahr 2015 mit Auslaufsicherheit als Testsieger punkten.

Häufige Fragen und Antworten zu Trinkflaschen für Kinder

Woran erkenne ich, ob die Trinkflasche bedenkliche Inhaltsstoffe enthält?

Vor dem Kauf gilt es, die Herstellerangaben genau zu studieren. Auf den Trinkflaschen namhafter Produzenten finden sich in der Regel Angaben zur Schadstofffreiheit. So erwähnen Hersteller von Kunststoffflaschen, dass ihre Produkte BPA frei sind. Gelegentlich finden sich auch Hinweise, dass die Trinkflasche keine BPS (Weichmacher) und Phthalate enthält. Bei Glasflaschen, wie zum Beispiel der Emil, wird darauf hingewiesen, dass kein Acetaldehyd in die Trinkflüssigkeit gelangen kann. Macht der Hersteller keine Angaben zur Schadstofffreiheit kann nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass keine bedenklichen Stoffe verarbeitet wurden.

Welches Material ist am besten für mein Schulkind geeignet?

Puhh, so ein Schulranzen ist schon ganz schön schwer! Daher ist eine leichte Trinkflasche optimal. Trinkflaschen aus Kunststoff, Tritan sind in der Regel leichter als Flaschen aus Glas. Im Schulalltag kann es schon einmal stressig zugehen, deshalb sollte das Produkt einfach zu handhaben sein. Ein Auslaufschutz verhindert, dass die Bücher nass werden. Da Schulkinder die Trinkflasche auch mit zum Schulsport nehmen müssen, sollte ein kindgerechtes Mundstück ausgewählt werden.

Die Isolierfunktion, um zum Beispiel Tee warmzuhalten, benötigen allerdings die wenigsten Schulkinder. Dafür sollten die Trinkflaschen aber auch spritzige Getränke mit Kohlensäure aushalten können. Ärgerlich, wenn der Schraubverschluss verloren geht, daher bietet es sich an, eine Trinkflasche mit festem Verschlussmechanismus auszusuchen. Eine Trinkflasche für Schulkinder muss also einige Vorgaben erfüllen. Ein robuster Allrounder, der für den Nachwuchs einfach zu bedienen ist, ist die Contigo Swish.

Wie reinige ich die Trinkflasche richtig?

Auch dafür sollten die Herstellerangaben berücksichtigt werden. Viele Produkte können heute ganz einfach in der Spülmaschine gereinigt werden. Dazu zählen vor allem Kunststoffflaschen. Bei Aluminiumflaschen, wie der von Sigg, raten die Hersteller aber von einer Reinigung im Geschirrspüler ab, da dadurch die Versiegelung beschädigt werden könnte. Glasflaschen können in den meisten Fällen den Gang in den Geschirrspüler wagen. Allerdings werden vor allem Flaschen mit engen Trinkhälsen, wie der Emil, nicht rückstandslos gereinigt. Zudem ist es eine wahre Herausforderung, sie richtig im Geschirrspüler zu positionieren. Daher bietet es sich an, immer eine geeignete Flaschenbürste im Haus zu haben, um das Gefäß rückstandslos reinigen zu können.

Mit der Zeit kann sich ein Mikrofilm in den Flaschen bilden, der üble Gerüche verbreitet. Spätestens dann gilt es mit ausreichend Spülmittel, einer Flaschenbürste und heißem Wasser dem fiesen Mikrofilm zu Leibe zu rücken. Eine besondere Herausforderung sind allerdings die Trinkverschlüsse. Dichtungsringe und komplex aufgebaute Verschlusstechniken, sowie schlecht zu reinigende Strohhalme machen Eltern das Leben schwer.

Viele Hersteller bieten im Internet Anleitungen an, wie der Verschlussmechanismus richtig auseinander und wieder zusammengebaut wird. Einfacher ist es hingegen, sich zuvor eine Flasche auszusuchen, die nur wenig Angriffsfläche für Bakterien bietet bzw. gut zu reinigen ist. Im Test hat uns vor allem die Lifefactory Trinkflasche überrascht. Die Reinigung im Geschirrspüler hat selbst härteste Verschmutzungen eines Spielplatztages entfernt.

Wann sollte ich eine Trinkflasche austauschen?

Auch da kommt es auf das Material und die Verschlusstechnik an. Edelstahlflaschen verbeulen leicht und das Motiv kann bereits nach einigen Monaten unschön aussehen. Das beeinträchtigt jedoch nicht die Funktion der Flasche. Neben ästhetischen Aspekten kann es aber auch erforderlich sein, Trinkflaschen nach einer gewissen Zeit auszutauschen. Vor allem bei Produkten aus Aluminium sollten Eltern bereits bei kleinen Rissen oder Beschädigungen die Trinkflasche entsorgen.

Strohhalme und Trinkstopfen verschmutzen häufig dauerhaft und können schlecht gereinigt werden. Zudem werden sie von Kindern gerne angeknabbert. In beiden Fällen lohnt sich eine Neuanschaffung. Glasflaschen sind häufig langlebiger, sofern sie nicht Opfer eines Sturzes werden. Die Ummantelung kann wie bei der Emil-Trinkflasche ganz einfach abgezogen und gewaschen werden. Viele Hersteller bieten Ersatzteile für ihre Produkte an. Damit muss nicht die ganze Flasche ausgetauscht werden, sondern bei Bedarf lediglich der Schraubverschluss, Deckel oder Bezug.

Fazit: Die Auswahl bei Trinkflaschen ist groß und die Qual der Wahl bleibt für Eltern. Allerdings lässt sich die Entscheidung wesentlich durch das Alter des Kindes, das bevorzugte Material und durch den geplanten Einsatz eingrenzen.

5 Gedanken zu “Trinkflaschen für Kinder im Test – das sind die besten für Kita, Schule und jedes Alter

  1. Ich kann die Empfehlung für Sigg-Flschen nicht verstehen. Sie sind aus Alu und innen mit Kunststoff beschichtet. Das ist problematisch wegen der Rohstoffe, wegen des Herstellungsprozesses, wegen der Entsorgung und bei Beschädigung ist das auch noch ungesund!
    Außerdem ist die Öffnung so klein, dass man sie schlecht reinigen kann.

    Wir benutzen seit vielen Jahren Alfi Flaschen und sind sehr zufrieden. Die Öffnung ist schön groß, sie sind aus Edelstahl, was für Gesundheit und Umwelt deutlich besser ist. Und wir reinigen sie in der Spülmaschine. Die äußere Lackierung leidet darunter nicht. Nur wenn die Flasche grob behandelt wird, also z.B. runterfällt, kann sie abplatzen. Aber wenn man die silberfarbene Flasche wählt, fällt auch das Problem weg und diese Variante ist sogar noch umweltfreundlicher, weil die Flasche gar nicht erst lackiert werden muss. Man kann sie gravieren lassen, wenn man jemanden kenn, der geeignetes Werkzeug hat. So kann man z.B. Namen oder Verzierungen anbringen.

    • Hallo Henriette, danke für deine Empfehlung und deinen Kommentar. Kurze Erklärung zur Sigg Flasche – die Sigg Traveller wurde von Öko-Test sehr gut getestet und war auch Testsieger bei Stiftung Warentest (2015), das Material Alu mit Beschichtung ist grundsätzlich gesundheitlich unbedenklich. Du hast völlig Recht, bei Beschädigungen wie größeren Beulen oder Rissen sollte man sie austauschen und die Herstellung ist aufwendig und vergleichsweise umweltschädlich. Den Aspekt der Ökobilanz bei der Herstellungen haben wir im Artikel bisher noch nicht verglichen, das Thema ist sehr komplex bzw. für uns schwer zu beurteilen, wir werden dazu aber noch recherchieren und einen Absatz ergänzen. Wenn man davon ausgeht, das Edelstahl länger hält und lange verwendet werden kann, ist es sicher das bessere Material. Wir haben selbst auch beide Flaschen – die Alfi-Flasche und die Sigg verwendet und bei unserer und einer weiteren Alfi Flasche war der Dreh-Trinkverschluss sehr locker und konnte schon bei leichter Drehung ganz abfallen, daher fanden wir sie zumindest für jüngere Kinder weniger geeignet. Ist das bei eurer Flasche besser? Die Edelstahlflasche von Kleen Kanteen hielt bei unseren zwei Testfamilien nicht 100% dicht, so dass wir bei Metallflaschen noch keine „bessere“ – im Sinne von „kindertauglichere“ – Flasche gefunden haben. Wir halten aber weiter die Augen auf und probieren neue Modelle, die wir dann hier auch vorstellen. Viele Grüße, Chris

    • Wir haben mit den Drehverschlüssen von Alfi keine Probleme. Unsere Kinder sind 7 und 10 Jahre alt und wir benutzen Alfi seit 5 Jahren. Sie sind zwar teurer, aber wenn man Sigg-Flaschen bei Beulen austauschen muss, ist das langfristig doch teurer. Und gerade kleine Kinder lassen die Flaschen ja doch öfter mal fallen. Wir hatten vorher Sigg-Flaschen und wollten kein Risiko eingehen, deshalb haben wir zu Alfi gewechselt, nachdem wir sie entdeckt hatten.

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